19.07.2012 | Steuerhinterziehung

Mehr Selbstanzeigen in NRW

Steuerfahndung ermittelt gegen Bankkunden
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern mit Bezug zur Schweiz ist in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Monat deutlich angestiegen.

Sie schnellte von unter 20 im Vormonat auf 93 zwischen Anfang Juni und Anfang Juli empor, berichtete das NRW-Finanzministerium am Mittwoch in Düsseldorf. Der Anstieg könnte mit den jüngsten Ermittlungen der Steuerfahndung gegen Credit-Suisse-Kunden zusammenhängen. Anfang Juni hatten Finanzämter begonnen, diesen Kundenkreis anzuschreiben.

Seit dem Frühjahr 2010 seien in NRW insgesamt 6.370 Selbstanzeigen mit Bezug zur Schweiz eingegangen. Bis zum vergangenen Herbst hatte NRW knapp 6000 Selbstanzeigen registriert und aufgrund dessen Mehreinnahmen von 300 Millionen Euro erhalten. Zusätzlich hätten zwei Banken wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung insgesamt 200 Millionen Euro gezahlt.

Schlagworte zum Thema:  Steuerhinterziehung, Selbstanzeige, Nordrhein-Westfalen

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