| Stellungnahme

BStBK kritisiert EStÄR 2012

Wie werden Herstellungskosten zukünftig berechnet?
Bild: Haufe Online Redaktion

Die BStBK ist der Auffassung, dass in der derzeitigen Fassung der EStÄR 2012 zwei Punkte in dieser Form nicht umgesetzt werden sollten.

Es handelt sich dabei zum einen um die Änderung des steuerlichen Herstellungskostenbegriffs in R 6.3 EStÄR 2012. Die geänderte Verwaltungsauffassung widerspreche dem Bestreben des BilMoG, die handelsrechtlichen Herstellungskosten an die steuerlichen anzupassen. Die geforderte Aktivierungspflicht für die angemessenen Teile von Verwaltungskosten usw. hebe die steuerliche Untergrenze wieder an und führe zu einem erneuten Abweichen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Herstellungskosten.

Zumindest aus Vereinfachungsgründen sollte nach Ansicht der BStBK das bisherige steuerliche Wahlrecht beibehalten werden; auch die vorwiegende Literaturmeinung sehe dies als vertretbar an.

Zum anderen soll in R 5.7 Abs. 1 Satz 2 EStÄR 2012 festgelegt werden, dass die Höhe der Rückstellungen, mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen, in der Steuerbilanz den zulässigen Ansatz in der Handelsbilanz nicht überschreiten darf. Auch hiergegen hat die BStBK u. a. aufgrund der bei steigenden Marktzinsen zu erwartenden Breitenwirkung, erhebliche Bedenken.

Sie bittet daher den Finanzausschuss des Bundesrats, seine Auffassung zu den genannten Punkten noch einmal kritisch zu überprüfen.

Ausführliche Stellungnahme auf den Internetseite der BStBK

 

Schlagworte zum Thema:  Einkommensteuer, Herstellungskosten, Rückstellung

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