Bild: Marcus Surges

Das DIW Berlin schlägt vor, Sozialbeiträge auf die Einkommensteuer anzurechnen, bis hin zu einer "Negativsteuer".

Vor dem Hintergrund der Debatte um Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen betrachtet eine neue Studie des DIW Berlin die Verteilungswirkungen verschiedener Konzepte für Sozialbeitragsentlastungen (Pressemitteilung des DIW Berlin)

Verteilungswirkungen über gezielte Maßnahmen steuern

Die Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen sei bei den Konzepten am stärksten, die die Sozialbeiträge von der Einkommensteuer abziehen. Sie könnten mit höheren Einkommen abgeschmolzen werden, so dass sie auf die untere Hälfte der Bevölkerung gelenkt werden. 

Allerdings gibt das DIW Berlin auch zu Bedenken, dass bei Haushalten mit niedrigen Einkommen Entlastungen häufig auf Grundsicherung, Kinderzuschlag und Wohngeld angerechnet werden, was negative Arbeitsanreize schaffe. Dies könne verhindert werden werden, wenn die Entlastungen für Sozialbeiträge nur individuell abgeschmolzen und nach den Stundenlöhnen bemessen werden. 

Schlagworte zum Thema:  Steuerpolitik

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