03.06.2013 | Steuerstreit mit USA

Schweizer Banken haben 120 Tage Zeit für Einigung

Sitz des Schweizer Parlaments im Bundeshaus in Bern
Bild: Katharine Wieland-Müller/pixelio.de ⁄

Die Schweizer Banken haben einem Bericht der "NZZ am Sonntag" zufolge lediglich 120 Tage Zeit zur Bereinigung ihrer Altlasten mit den US-Behörden.

Bis dann müssten die beteiligten Banken die geforderten Daten erfasst und übermittelt sowie eine Strafzahlung ausgehandelt haben, schreibt die Zeitung unter Berufung auf "zuverlässige Quellen".

Würde das Programm von den USA vorzeitig publiziert, begänne diese Frist sogar sofort zu laufen - und dies obwohl die Banken noch den Parlamentsbescheid zur "Lex USA" abwarten müssten, schreibt die Zeitung weiter. Für Washington sei das Ganze kein politisches Geschäft, sondern einzig und allein ein Justizverfahren.

Wie die Zeitung weiter schreibt, hatte bereits Chefunterhändler Michael Ambühl, der inzwischen seinen Rücktritt angekündigt hat, eine Lösung in Form eines "Memorandum of Understanding" angestrebt, die den Parlamenten nicht vorgelegt werden müsste. Ambühls Vorgesetzte, Bundesrätin Widmer-Schlumpf, habe aber einer Lösung ohne Einbezug des Parlaments eine Absage erteilt.

Schlagworte zum Thema:  Schweiz, Steuerhinterziehung, USA

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