10.04.2013 | Bundesregierung

Koalition startet neuen Vorstoß zu Jahressteuergesetz

Aufbewahrungsfristen sollen reduziert werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Union und FDP treiben die festgefahrenen Bund-Länder-Verhandlungen über das Jahressteuergesetz 2013 mit einem weiteren Vorstoß voran.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch eine Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen beschließen. Auf den neuen Anlauf hatten sich die Koalitionsspitzen Ende März verständigt, nachdem die Bundesländer die bisherigen Pläne blockiert haben.

Mit der inzwischen dritten Gesetzesinitiative sollen unter anderem die Aufbewahrungsfristen für kaufmännische Unterlagen 2013 von zehn auf acht Jahre und im zweiten Schritt ab 2015 auf sieben Jahre verkürzt werden. Diese Maßnahme ist dem Gesetzentwurf zufolge auch der Hauptgrund für die erwarteten Mindereinnahmen des Staates von jährlich insgesamt 1,05 Milliarden Euro ab 2015. Davon tragen der Bund 518 Millionen Euro und die Länder rund 403 Millionen Euro.

Der Vereinfachung für Arbeitnehmer und Verwaltung diene die künftig zweijährige Geltungsdauer eines Freibetrags im Lohnsteuerabzugsverfahren. Zudem sollen Umsatzsteuerbefreiungen für rechtliche Betreuer, Bühnenregisseure und -choreographen sowie die Steuerfreistellung von Taschengeld bei zivilen Freiwilligendiensten geregelt werden. Ferner werden Steuerbefreiungsvorschriften für freiwillig Wehrdienstleistende und Reservisten angepasst. Auch diesem Gesetz muss der rot-rot-grün dominierte Bundesrat zustimmen.

Schlagworte zum Thema:  Jahressteuergesetz 2013, Aufbewahrungsfrist, Umsatzsteuer, Lohnsteuer

Aktuell

Meistgelesen