23.05.2014 | Besteuerung von Kapitalerträgen

Merkel hält an Abgeltungsteuer fest

Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge bleibt vorerst
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine von der SPD geforderte höhere Besteuerung von Kapitalerträgen ab und will an der sogenannten Abgeltungsteuer vorerst festhalten. 

"Für diese Legislaturperiode stellt sich die Frage der Abschaffung der Abgeltungssteuer nicht", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag). Zwar nannte es die Kanzlerin einen erfreulichen Fortschritt, dass viele Staaten mittlerweile bereit seien, sich am umfassenden Informationsaustausch zu beteiligen: "Bis das aber konkret umgesetzt ist, dauert es noch Jahre".

Der Fiskus kassiert seit 2009 von Kapitalerträgen über die Abgeltungsteuer pauschal 25 Prozent. Ziel war es, Geldtransfers und Steuerflucht ins Ausland einzudämmen. Aus der SPD kamen zuletzt Vorstöße, die Abgeltungsteuer wieder durch eine Besteuerung mit dem individuellen Einkommensteuersatz von bis zu 45 Prozent zu ersetzen.

Denn im Kampf gegen Steuerflucht weltweit schließen sich immer mehr wichtige Volkswirtschaften und Top-Finanzzentren dem automatischen Informationsaustausch an. Sie wollen sich gegenseitig über Kapitaleinkünfte ausländischer Anleger informieren. Damit würde die Abgeltungsteuer eigentlich hinfällig.

Schlagworte zum Thema:  Abgeltungsteuer, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkommensteuer, Automatischer Informationsaustausch, Informationsaustausch

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