| G20

Berlin und London pochen auf strengere Steuerstandards

Die Bemühungen der OECD sollten unterstützt werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschland und Großbritannien dringen in der Runde der führenden Wirtschaftsnationen (G20) auf strengere Standards bei der Besteuerung globaler Unternehmen.

Damit sollen Gewinnverlagerungen vermieden, Lücken geschlossen sowie das Steueraufkommen für den Fiskus gesichert werden. Einen entsprechenden Aufruf zur "konzertierten internationalen Zusammenarbeit" wollten Finanzminister Wolfgang Schäuble und sein britischer Amtskollege George Osborne beim G20-Treffen in Mexiko-Stadt starten, wie das Finanzministerium am Montagabend in Berlin mitteilte.
In der Erklärung heißt es, Deutschland und Großbritannien seien für wettbewerbsfähige Steuersysteme, die die Länder für global agierende Unternehmen attraktiv machten. "Im Gegenzug erscheint es selbstverständlich, dass internationale Unternehmen die sich daraus ergebenden Steuern auch zahlen." Es sei bisher schwierig, internationale Steuerstandards an veränderte Geschäftspraktiken anzupassen. Unternehmen gelinge es, die Besteuerung ihrer Gewinne aus den Ländern, in denen sie entstehen, zu verlagern und so im Vergleich zu kleineren Firmen die Steuerlast zu minimieren. Die Bemühungen der Industrieländerorganisation OECD sollten unterstützt werden.

Schlagworte zum Thema:  Internationales Steuerrecht

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