21.02.2014 | Finanztransaktionssteuer

Bundesregierung erwartet nur geringe Belastung der Altersvorsorge

Wie wird sich die Finanztransaktionssteuer auf die Altersvorsorge auswirken?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach Auskunft der Bundesregierung wird die geplante Finanztransaktionssteuer nur geringe Belastungen für die Altersvorsorge bedeuten. Abhängig vom Anlagetyp könnten Renditeminderungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Einbußen bei der Altersvorsorge von Kleinanlegern durch die geplante Finanztransaktionssteuer können aus Sicht der Bundesregierung in Grenzen gehalten werden. Zwar könnten Belastungen der Renditen für Privatkunden und der Instrumente der betrieblichen und privaten Altersvorsorge nach den aktuellen Vorschlägen der EU-Kommission nicht ausgeschlossen werden. Das Ausmaß hänge aber im Wesentlichen vom Typ des Anlageprodukts ab und davon, wie häufig einzelne Bestandteile der Anlage ver- oder gekauft werden. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestages hervor, das der dpa vorlag.

«Bei geringen Umschlagshäufigkeiten und einer eher nachhaltigen Anlagestrategie dürften die Belastungen jedoch gering bleiben», schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister (CDU). Insgesamt könnten Auswirkungen der Kommissionsvorschläge auf die Altersvorsorge derzeit nicht genau beziffert werden.

Die Bundesregierung werde sich dafür einsetzen, dass die Finanztransaktionssteuer «möglichst keine negativen Folgen für die Altersvorsorge haben wird», bekräftigte Meister. Deutschland und zehn weitere EU-Staaten wollen die Abgabe zunächst nur in ihren Ländern einführen. Ziel ist eine Einigung bis Ende Mai.

Schlagworte zum Thema:  Finanztransaktionssteuer, Altersvorsorge

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