04.01.2017 | EU-Kommission

Automatischer Informationsaustausch für Steuervorbescheide seit 1.1.2017

Die nationalen Finanzbehörden sollen alle 6 Monate berichten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die EU-Kommission weist darauf hin, dass die Mitgliedstaaten seit Jahresbeginn verpflichtet sind, automatisch Informationen über alle neuen grenzüberschreitenden Steuervorbescheide für Unternehmen auszutauschen.

Dies geschehe über ein zentrales Depot, das für alle EU-Länder zugänglich sei. "Der automatische Austausch von Informationen über grenzüberschreitende Steuerbescheide am 1. Januar ist ein wichtiger Schritt nach vorne", sagte Pierre Moscovici, Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Steuern und Zoll. "Damit stellt den Mitgliedstaaten und ihren nationalen Steuerbehörden die Informationen zur Verfügung, die sie benötigen, um bestimmte missbräuchliche steuerliche Praktiken festzustellen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen."

Regelmäßige Berichte durch nationale Finanzbehörden

Die nationalen Finanzbehörden seien verpflichtet, alle 6 Monate einen Bericht an den Verwahrer zu übermitteln, in dem alle von ihnen erlassenen grenzüberschreitenden Steuerbescheide aufgeführt sind. Andere Mitgliedstaaten seien dann in der Lage sein, diese Listen zu überprüfen und den Ausstellungsmitgliedstaat um genauere Informationen zu bitten. Dieser erste Austausch solle spätestens am 1.9.2017 stattfinden.

Bis zum 1.1.2018 müssen die Mitgliedstaaten auch für alle seit Anfang 2012 ergangenen grenzüberschreitenden Urkunden die gleichen Informationen bereitstellen.

Weitere Informationen

Verbesserte Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich (direkte) Steuern (EU-Kommission)

Schlagworte zum Thema:  Automatischer Informationsaustausch, Informationsaustausch, Steuerbescheid

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