03.06.2014 | Baden-Württemberg

Sondereinheit zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung

Die Landesregierung hat Personal bei der Steuerfahndung aufgestockt.
Bild: Veer Inc.

Zur Unterstützung der Steuerfahndung in Baden-Württemberg hat das Land nun eine Sondereinheit zur Betrugsbekämpfung eingesetzt. Sie hat vor wenigen Wochen ihre Arbeit aufgenommen.

"Mit der Sondereinheit wollen wir Hinterziehungsstrategien frühzeitig erkennen und systematische Betrugsmuster aufdecken. Dazu brauchen wir diese zentrale Einheit bei unserer Steuerfahndung. Sie ist ein weiterer Baustein in unserem Kampf gegen Steuerbetrug und für mehr Steuergerechtigkeit", sagte der Minister für Finanzen und Wirtschaft Nils Schmid.

Die Sondereinheit soll überregional Vorfeldermittlungen durchführen und  Ansprechpartner für alle Finanzämter im Land in Sachen Steuerhinterziehung sein. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Überwachung des Internethandels. In anderen Bundesländern bestehen ebenfalls zentrale Sondereinheiten zur Betrugsbekämpfung. Mit diesen Stellen sollen sich die Kollegen der Sondereinheit aus Baden-Württemberg künftig austauschen. "Steuerbetrüger handeln über Landesgrenzen hinweg. Daher ist der bundesweite Austausch wichtig", so Schmid.

Die Einheit besteht aus acht Mitarbeitern. Darunter sind Steuerfahnder, Betriebs- und Umsatzsteuerprüfer und IT-Fachleute. Sie ist in Karlsruhe in der Nähe der Oberfinanzdirektion untergebracht. Die Mitarbeiter gehören organisatorisch zum Finanzamt Karlsruhe-Durlach. "Die Einrichtung der Sondereinheit war dadurch möglich, dass die neue Landesregierung das Personal bei der Steuerfahndung und der Betriebsprüfung aufgestockt hat. So schaffen wir in dieser Legislaturperiode 500 zusätzliche Stellen und 500 zusätzliche Ausbildungsplätze bei der Steuerverwaltung", erklärte der Minister.

Schlagworte zum Thema:  Steuerhinterziehung, Baden-Württemberg

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