24.07.2012 | OFD

Photovoltaikanlagen, deren Strom nicht vollständig in das allgemeine Netz eingespeist wird

Der Strom aus Sonnenenergie wird nicht immer vollständig in das allgemeine Netz eingespeist
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein Wirtschaftsgut wird ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt, wenn es der Steuerpflichtige zu nicht mehr als 10 % privat nutzt.

Dies nach Rn. 46 des BMF-Schreibens vom 8.5.2009 (BStBl 2009 I S. 633).

Dabei kommt es nach Auffassung der ESt-Referatsleiter des Bundes und der Länder maßgeblich auf die unmittelbare Verwendung des Wirtschaftsgutes an, für das ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen werden soll.

Eine Verwendung des durch die Photovoltaikanlage produzierten Stroms zu mehr als 10 % für private Zwecke spricht nicht gegen die Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages nach § 7g EStG. Auf die spätere Sachentnahme des produzierten Wirtschaftsguts "Strom" kommt es bei der Beurteilung der betrieblichen Nutzung des produzierenden Wirtschaftsguts „Photovoltaikanlage“ nicht an.

An der in der Rundverfügung vom 17.9.2010 (S 2240 - 160 - St 221/St 222)  vertretenen Rechtsauffassung wird daher nicht mehr festgehalten und darum gebeten, den letzten Absatz im Abschnitt Steuerliche Auswirkungen zu streichen.

OFD Niedersachsen, Verfügung v. 26.3.2012, S 2183 b - 42 - St 226

Schlagworte zum Thema:  Einkommensteuer, Photovoltaik, Strom

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