Die Steuerfahndung in Hessen geht verstärkt gegen Steuerbetrug in der Sicherheitsbranche vor. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat eine neue Initiative gegen diese Form der Steuerkriminalität vorgestellt.

Die Sicherheitsbranche wird vom Hessischen FinMin als Risikobranche für Steuerkriminalität eingestuft. Auch, wenn es hier viele steuerehrliche Betriebe gibt, sei Steuerhinterziehung gerade in diesem Gewerbe auf dem Vormarsch. Deshalb soll eine Initiative zum gemeinsamen, nationalen Vorgehen gegen diese Form der Steuerkriminalität Abhilfe schaffen. 

Der Finanzminister aus Hessen erklärt: "Ich habe einen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz sowie meine Kolleginnen und Kollegen in den Ländern geschrieben, um auf dieses drängende Thema aufmerksam zu machen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam diesen Steuerkriminellen entgegenstellen. Das Thema gehört auf die Tagesordnung. Die Betrüger und Trickser lassen leider nicht nach. Das dürfen wir daher auch nicht tun", so Schäfer. "Die Erkenntnisse unserer Fahnderinnen und Fahnder haben auch die Experten anderer Bundesländer gewonnen. Ich danke allen, die für uns an der Front diesen Fällen nachgehen. Wir sollten daraus nun die Konsequenzen ziehen." 

Vorschläge zur Vermeidung von Steuerbetrug 

Schäfer fordert gesetzliche Verschärfungen im Steuerrecht. Er verweist außerdem darauf, dass es in anderen für die Sozialabgaben eine Generalunternehmerhaftung gibt. Auch eine Ausweitung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers in der Umsatzsteuer hält er für möglich.

Hessisches FinMin, Meldung v. 8.5.2018

Schlagworte zum Thema:  Steuerhinterziehung, Steuerfahndung