14.05.2012 | FinMin

Steuerpolitik: Vereinfachung und Bürokratieabbau stehen im Fokus

Vereinfachung des Steuerrechts angestrebt
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Steuerpolitik kommt eine tragende Rolle in der Wirtschafts- und Standortpolitik zu. Sie ist gerade für den Mittelstand von großer Bedeutung.

"Aufgrund der Situation der öffentlichen Haushalte und den Vorgaben der Schuldenbremse wird der Fokus der Steuerpolitik in den kommenden Jahren stärker auf eine Entlastung durch Vereinfachung und Bürokratieabbau liegen", stellte Bayerns Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer bei der Verbandstagung der Unternehmer und Gewerbeverbände in Bayern am 5.5.2012 in Germaringen fest.

12-Punkte-Papier zur Modernisierung und Vereinfachung des Unternehmensteuerrechts

Mit dem vorliegenden 12-Punkte-Papier zur Modernisierung und Vereinfachung des Unternehmensteuerrechts soll das Konzernsteuerrecht modernisiert und das steuerliche Reisekostenrecht vereinfacht werden. Gleichzeitig soll das Unternehmensteuerrecht an das internationale Steuerrecht angepasst sowie neuere Rechtsprechung berücksichtigt werden.

In seiner Rede appellierte Pschierer auch für eine Reform der Grundsteuer. Diese solle zu einer echten "Einfachsteuer" umgebaut werden. Eine verkehrswertunabhängige Grundsteuer würde eine echte Chance bieten, ein einfaches und zukunftsfähiges, für Wohngrundstücke weitgehend automatisiertes neues Grundsteuersystem zu schaffen. Hierfür sei allerdings ein langer Atem erforderlich. Skepsis äußerte Pschierer gegenüber Vorschlägen für radikale Steuerreformen. Im Einzelfall bestünde regelmäßig nicht die Bereitschaft, auf Steuervergünstigungen zu Gunsten des großen Ganzen zu verzichten. Er rät deshalb dazu, besser den Weg der kleinen, machbaren Schritte weiter zu gehen und das bestehende System fortzuentwickeln: "Steuer-Evolution statt Steuer-Revolution", merkte Pschierer an.

FinMin Bayern, Pressemitteilung Nr. 095 v. 5.5.2012

Schlagworte zum Thema:  Steueränderungen, Mittelstand, Steuerpolitik

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