Durch starke Regenfälle im Juni und Juli entstanden in Teilen Deutschlands Hochwasserschäden. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach dem FinMin Niedersachsen hat nun auch das FinMin Brandenburg bekannt gegeben, Hochwassergeschädigte durch steuerliche Erleichterungen unterstützen zu wollen.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke hat mitgeteilt, dass Bürgerinnen und Bürger des Landes Brandenburg, die durch die starken Regenfälle im Juni und Juli dieses Jahres geschädigt wurden, jetzt steuerliche Erleichterungen in Anspruch nehmen können.

In Abstimmung mit dem BMF wurden u.a. folgende steuerliche Verfahrensvereinfachungen festgelegt:

  • Anpassung von Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer, 
  • Stundung fälliger Steuern des Bundes und des Landes bis zum 30.11.2017 
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge

Das FinMin macht außerdem darauf aufmerksam, dass für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetriebe, Vermietung und Verpachtung sowie selbstständige Arbeit die Bildung steuerfreier Rücklagen und Abschreibungserleichterungen bei Ersatzbeschaffung entlastend wirkt. Zudem soll es für Betroffene keine negativen Konsequenzen mit sich bringen, wenn unmittelbar durch das Hochwasser Buchführungsunterlagen und sonstige Aufzeichnungen vernichtet worden oder verloren gegangen sind. 

Hinweis: Bereits vor einigen Tagen hat das FinMin Niedersachsen eine ähnliche Vorgehensweise bekannt gegeben. 

FinMin Brandenburg, Meldung v. 13.8.2017

Schlagworte zum Thema:  Stundung, Vorauszahlung, Vollstreckung, Rücklage, Abschreibung

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