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Energetische Sanierung des Gebäudebestands: Steuerliche Förderung (FinMin)

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands soll steuerlich gefördert werden. So sollen z. B. Eigenheimbesitzer eine Steuerermäßigung von 20 % des Sanierungsaufwands, höchstens 8.000 EUR als Sanierungsbonus erhalten, so Finanzminister Georg Fahrenschon.

„Der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie erfordert enorme Anstrengungen, Energie einzusparen. Der Schlüssel hierzu liegt auch in der energetischen Sanierung der Betriebs- und Wohngebäude in Deutschland. Investoren wie Eigenheimbesitzer sollen dazu bewegt werden, bestehende Potenziale auszuschöpfen. Dazu wollen wir die energetische Sanierung des Gebäudebestands steuerlich fördern. So sollen z. B. Eigenheimbesitzer eine Steuerermäßigung von 20 % des Sanierungsaufwands, höchstens 8.000 € als Sanierungsbonus erhalten“, kündigte Finanzminister Georg Fahrenschon bei der Grundsteinlegung „Parkviertel Giesing“ am Donnerstag (26.5.) in München an.

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass eine steuerliche Förderung einen enormen Schub bringen kann. Die energetische Sanierung des Gebäudebestands könne, so Fahrenschon, den jetzt notwendigen Beitrag zur Energieeinsparung und zu einer effizienten Energieverwendung liefern. Einen starken Impuls erwartet Finanzminister Fahrenschon von der zielgenauen Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum. Durch eine Steuerermäßigung nach dem Modell der Förderung von Handwerkerleistungen, bei der im Fall der energetischen Sanierung dann neben den Kosten für die Arbeitsleistung auch die Materialkosten begünstigungsfähig sein sollen, soll es attraktive steuerliche Rahmenbedingungen für die vor uns liegenden Herausforderungen geben. Bei der Sanierung bestehender Wohn- und Betiebsgebäude, die vermietet bzw. für das eigene Unternehmen genutzt werden, soll auf die Prüfung verzichtet werden, ob Herstellungskosten vorliegen. Das bedeutet, dass die Aufwendungen sofort oder auf fünf Jahre verteilt steuerlich abgezogen werden können.

Die Grundsteinlegung in Giesing sei ein guter Tag für München. Das „Parkviertel Giesing“ biete vielen Menschen eine Perspektive auf modernes Wohnen und Arbeiten. Durch die Sprengung der alten AGFA-Gebäude im Jahr 2008 seien Chancen entstanden, die von der Büschl Gruppe nun bestmöglich mit Erfahrung und Know how gestaltet werden. Mit dem „Parkviertel Giesing“ entstünden auf rund zehn Hektar Fläche bis zu 1200 Wohnungen.

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