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Zur Besteuerung von Reiseversicherungspaketen

Mehrgefahrenversicherung in einem Versicherungspaket
Bild: Michael Bamberger

Das BMF hat in seinem Schreiben vom 31.7.2013 umfangreiche Hinweise zur Anwendung des BFH-Urteils vom 13.12.2011 gegeben.

Gegenstand des BFH-Urteils sind

  • die versicherungsteuerrechtliche Behandlung von sog. Versicherungspaketen,

  • der laufende Anmeldungszeitraum i. S. d. § 10 Abs. 4 VersStG a. F. sowie

  • die Festsetzungsverjährung bei materiell-rechtlichen Haftungsansprüchen.

Die amtlichen Leitsätze der Entscheidung lauten:

  1. Sind bei einer Mehrgefahrenversicherung ("Versicherungspaket") einzelne Versicherungen nach § 4 VersStG von der Besteuerung ausgenommen, kann eine Steuerbefreiung nur in Anspruch genommen werden, wenn das auf die steuerfreie Versicherung entfallende Versicherungsentgelt im Versicherungsvertrag gesondert ausgewiesen ist.

  2. "Laufender Anmeldungszeitraum" i. S. d. § 10 Abs. 4 VersStG ist jeder Anmeldungszeitraum nach Abschluss der Außenprüfung.

  3. Mit einem Nachforderungsbescheid gem. § 167 Abs. 1 Satz 1 AO gegen den Versicherer wegen Versicherungsteuer macht die Finanzbehörde materiell-rechtlich einen Haftungsanspruch geltend. Wegen der Akzessorietät des Haftungsanspruchs ist der Erlass eines Nachforderungsbescheids nur rechtmäßig, wenn die Steuerschuld, für die der Versicherer als Entrichtungsschuldner haftet, entstanden ist und noch besteht.

BMF, Schreiben v. 31.7.2013, IV D 5 - S 6400/07/10003

Schlagworte zum Thema:  Versicherung, Haftung

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