19.11.2012 | BMF

Umsatzsteuer bei Gewährung eines Rabatts oder bei Abführung eines Abschlags durch Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen sind verpflichtet, Rabatte bzw. Abschläge zu gewähren
Bild: Haufe Online Redaktion

Pharmazeutische Unternehmen sind nach den gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet, Rabatte bzw. Abschläge zu gewähren.

Bezüglich der umsatzsteuerrechtlichen Behandlung gilt es zu unterscheiden, wer Begünstigter bzw. Zahlungsempfänger der Beträge ist und inwieweit dieser in der umsatzsteuerrechtlichen Leistungskette eingebunden ist.

In Abschn. 10.3 Abs. 7 UStAE wird daher folgender Satz 7 angefügt:

"Zahlungen des Herstellers auf Grundlage des § 1 des Gesetzes über Rabatte für Arzneimittel (AMRabG) an die Unternehmen der privaten Krankenversicherung und an die Träger der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften erfolgen außerhalb der Lieferkette und stellen deshalb keine Entgeltminderungen dar."

Die Grundsätze dieses Schreibens sind in allen offenen Fällen anzuwenden.

BMF, Schreiben v. 14.11.2012, IV D 2 - S 7200/08/10005

Schlagworte zum Thema:  Umsatzsteuer, Rabatt, Abschlag

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