23.01.2015 | BMF

Erweiterung der Nichtbeanstandungsregelung bei Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Unter anderem Gold ist nicht mehr in der Anlage 4 des UStG enthalten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zur Vermeidung von Umstellungsschwierigkeiten bei den Unternehmern, die die mit Wirkung vom 1.10.2014 eingeführte Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auf Lieferungen von Edelmetallen, unedlen Metallen, Selen und Cermets bereits auf vor dem 1.1.2015 ausgeführte Umsätze angewendet haben, wird die bis zum 30.6.2015 geltende Nichtbeanstandungsregelung erweitert.

Durch das ZollkodexAnpG wurden § 13b Abs. 2 Nr. 11 UStG und die Anlage 4 des UStG zum 1.1.2015 neu gefasst. Der Anwendungsbereich der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auf Metalllieferungen wurde dabei eingeschränkt.

So sind Selen und Gold sowie Draht, Stangen, Bänder, Folien, Bleche und andere flachgewalzte Erzeugnisse und Profile aus unedlen Metallen nicht mehr in der Anlage 4 des UStG enthalten. Außerdem wurde entsprechend der bereits bestehenden Regelung des § 13b Abs. 2 Nr. 10 UStG zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers u. a. für die Lieferung von Mobilfunkgeräten auch bei Lieferungen von in der Anlage 4 genannten Metallen die Betragsgrenze von 5.000 EUR eingeführt.

BMF, Schreiben v. 22.1.2015, IV D 3 - S 7279/14/10002-02

Schlagworte zum Thema:  Umsatzsteuer, Steuerschuldnerschaft, Leistungsempfänger

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