29.10.2014 | BMF

ELStAM bei verschiedenen Lohnarten

Möglichkeit einer besonderen Lohnsteuererhebung bei verschiedenartigen Bezügen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Nichtbeanstandungsregelung aus Billigkeitsgründen wird für das Kalenderjahr 2015 verlängert.

In den BMF-Schreiben vom 7.8.2013 (BStBl I 2013 S. 951, Rz. 104-106) sowie vom 25.7.2013 (BStBl I 2013 S. 943, Tz. III. 5) wird aus Vereinfachungsgründen auf die Möglichkeit einer besonderen Lohnsteuererhebung bei verschiedenartigen Bezügen hingewiesen (Nichtbeanstandungsregelung). Diese Regelung gilt bisher nur für die Kalenderjahre 2013 und 2014. Nach dem Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird diese Nichtbeanstandungsregelung aus Billigkeitsgründen für das Kalenderjahr 2015 verlängert.

Folglich kann der Arbeitgeber solche Bezüge weiterhin wie Bezüge aus unterschiedlichen Dienstverhältnissen behandeln und die abgerufenen ELStAM nur für einen der gezahlten Bezüge anwenden. Für den anderen Bezug ist die Steuerklasse VI ohne weiteren Abruf von ELStAM zugrunde zu legen. Wird für einen Versorgungsbezug die Lohnsteuer nach der Steuerklasse VI erhoben, ist § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 1 EStG zu berücksichtigen, wonach kein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag anzusetzen ist. Die Lohnsteuerbescheinigung ist jeweils für den getrennt abgerechneten Bezug auszustellen und an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Im Übrigen wird auf die Regelungen in den BMF-Schreiben vom 7.8.2013 und vom 25.7.2013 verwiesen.

Diese Verlängerung gilt für die Lohnsteuererhebung auf den laufenden Arbeitslohn für Lohnzahlungszeiträume, die vor dem 1.1.2016 enden, und für die Lohnsteuererhebung auf sonstige Bezüge, die vor dem 1.1.2016 zufließen.

BMF, Schreiben v. 23.10.2014, IV C 5 - S 2363/13/10003

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuer, ELStAM, Arbeitgeber

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