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DBA-Dänemark: Bezüge des auf Schiffen im DIS tätigen Personals

Bezüge des auf Schiffen im DIS tätigen Personals unterliegen der deutschen Besteuerung
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bezüge des in Deutschland ansässigen Personals, das auf Schiffen im „Dansk Internationalt Skibregister“ (DIS) tätig ist, unterliegen der deutschen Besteuerung, da sie nach den Steuergesetzen Dänemarks nicht mit Steuern vom Einkommen belastet werden.

Nach Abstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird das BMF-Schreiben vom 4.3.2002 (IV B 6 - S 1301 Dän - 5/02) mit Wirkung ab dem 1.1.2012 aufgehoben.

Dieses BMF-Schreiben regelt, dass Bezüge des in Deutschland ansässigen Personals, das auf im „Dansk Internationalt Skibregister“ (DIS) registrierten Schiffen tätig ist, aufgrund der Rückfallklausel des Art. 24 Abs. 3 DBA-DK der deutschen Besteuerung unterliegen, da sie nach den Steuergesetzen Dänemarks nicht mit Steuern vom Einkommen belastet werden.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die vorgenannten Einkünfte im Einzelfall in die Bemessungsgrundlage der dänischen Einkommensteuer einfließen. Das BMF stellt jedoch klar, dass die Rückfallklausel des Art. 24 Abs. 3 DBA-DK abhängig vom Einzelfall anzuwenden ist.

Die vorgenannten Einkünfte sind der deutschen Besteuerung zu unterwerfen, wenn sie in Dänemark nicht tatsächlich besteuert werden.

BMF, Schreiben v. 15.8.2012, IV B 3 - S 1301-DNK/0-05

Schlagworte zum Thema:  Internationales Steuerrecht, Dänemark, Doppelbesteuerung, Doppelbesteuerungsabkommen

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