Die Steuerfahndung in Sachsen hat 2016 rund 52 Millionen EUR Mehrergebnis erzielt. Das gab Sachsens Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland bekannt.

Im vergangenen Jahr waren rund 102 Fahnderinnen und Fahnder in Sachsen im Einsatz. Knapp 1.200 Fahndungsprüfungen wurden durchgeführt. Über 400 Strafverfahren wurden eingeleitet. Das Finanzministerium macht darauf aufmerksam, dass in den von sächsischen Steuerfahndern ermittelten Fällen die Gerichte im Jahr 2016 Freiheitsstrafen von insgesamt über 79 Jahren verhängt haben. Sie setzten Geldstrafen sowie Geldauflagen in Höhe von mehr als einer Million Euro rechtskräftig fest.

Aufteilung nach Steuerarten

Der insgesamt aufgedeckte Steuerschaden von rund 52 Millionen EUR in 2016 entfiel auf folgende Steuerarten:

  • Umsatzsteuer: rund 29 Millionen EUR,
  • Einkommensteuer: rund neun Millionen EUR,
  • Körperschaftsteuer: rund 1,2 Millionen EUR
  • Gewerbesteuer: rund 3,3 Millionen EUR
  • Lohnsteuer: rund 1,8 Millionen EUR

Die sächsische Steuerfahndung macht darauf aufmerksam, dass vor allem Wirtschaftsbereiche mit Bargeldstrukturen besonders anfällig für Steuerhinterziehung seien. Hier finden oft Manipulationen an Registrierkassen statt.

Sächsisches FinMin, Mitteilung v. 26.4.2017

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