07.03.2014 | Meldung von Vorsorgeaufwendungen

Krankenkassen melden Beitragszahlungen ans Finanzamt

Vorsorgeaufwendungen werden dem Finanzamt gemeldet
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Krankenkassen melden die Höhe der selbst durch die Mitglieder gezahlten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an das Finanzamt. Hierbei handelt es sich überwiegend um Beitragszahlungen zur freiwilligen Krankenversicherung, als Student oder aus Versorgungsbezügen.

Notwendig geworden ist die Meldung von Vorsorgeaufwendungen mit Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes. Die Datenübermittlung erfordert grds. die Einwilligung der Mitglieder. Bei bestehenden Mitgliedschaften wurde die Einwilligung durch die Krankenkassen unterstellt, sofern ein Mitglied nach Information durch die Kasse der Datenübermittlung nicht widersprochen hatte. Neue Mitglieder werden bzgl. der Datenübermittlung bereits mit dem Aufnahmeantrag informiert.

Weitere meldepflichtige Tatbestände

Auch Beitragserstattungen für zu Unrecht entrichtete Beiträge bzw. an versicherungspflichtig beschäftigte Rentner, Prämienzahlungen aufgrund der Wahltarife Selbstbehalt und Bonuszahlungen für gesundheitsbewusstes Verhalten sind zu melden.

Beitragszahlung aufgrund einer Beschäftigung

Eine Einwilligung in die Datenübermittlung ist in den o. g. Fällen nicht notwendig, wenn bereits eine Übermittlung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aufgrund einer Beschäftigung durch den Arbeitgeber oder eines Rentenbezuges durch den Rentenversicherungsträger an die Finanzverwaltung erfolgt. Der Datenübermittlung kann dann auch nicht widersprochen werden.

Nachweis zu übermittelter Beitragszahlung

Die Krankenkassen melden die geforderten Daten für das Kalenderjahr in der Regel im Frühjahr an die Finanzverwaltung. Über die gemeldeten Daten erhalten die Mitglieder einen Nachweis.

Nachträgliche Zustimmung zur Beitragsmeldung

Alle Mitglieder, die nach Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes ihre Beiträge selbst gezahlt und der Datenübermittlung bisher nicht zugestimmt bzw. ihr widersprochen haben, können ihre Einwilligung für die Jahre 2012 und 2013 noch nachholen (§ 10 Abs. 2a EStG). Die Krankenkassen werden die gezahlten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anschließend maschinell an die Finanzverwaltung melden. Damit können diese bei der Veranlagung zur Einkommensteuer berücksichtigt werden.

Schlagworte zum Thema:  Vorsorgeaufwendungen, Freiwillige Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Beiträge zur Sozialversicherung, EStG

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