22.12.2015 | Beurteilung von Beschäftigungen

Arbeiten viele Selbstständige in einer Scheinselbstständigkeit?

Viele Selbständige sind eigentlich versicherungspflichtig beschäftigt.
Bild: Fotolia LLC.

Eine Studie der Wirtschaftsberatung Ernst & Young zeigt: 1,2 Mio. Personen seien in einem Arbeitsverhältnis, dass potenziell scheinselbstständig sei. Ein Großteil der Befragten sehen das Risiko für Sanktionen als gering.

Ein großer Teil der Selbstständigen müsste nach einer Untersuchung der Wirtschaftsberatung Ernst & Young eigentlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt werden. In Deutschland seien etwa 1,2 Mio. einem Arbeitsverhältnis, dass potenziell scheinselbstständig sei, heißt es in der am 17.12.2015 veröffentlichten Studie. Das seien gut 28 % aller Selbstständigen. Der volkswirtschaftliche Schaden könne für die Sozialversicherungssysteme damit auf mehr als 3 Mrd. Euro geschätzt werden.

Befragt wurden 400 Unternehmen und rund 2500 Einzelpersonen.

82 % sehen das Risiko von Sanktionen als gering

Etwa 24 % der Selbstständigen seien in den Räumen des Auftraggebers tätig und in dessen Betriebsablauf eingebunden. 10 % arbeiteten nur für einen einzigen Auftraggeber. Ein Fünftel sind länger als 18 Monate für einen Auftraggeber tätig. 82 % der befragten Unternehmen halten das Risiko von Sanktionen allerdings für gering.

Persönliche Haftung und Strafzahlungen von Führungskräfte

«Erhebliche Steuernachzahlungen, Strafzahlungen, persönliche Haftung von Führungskräften und der Verlust von Reputation - das Schadenspotenzial für Unternehmen ist enorm», so Markus Lohmeier, bei Ernst & Young für die Themen Integrität und Recht zuständig.

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Schlagworte zum Thema:  Scheinselbständigkeit, Selbstständige Arbeit, Versicherungspflicht

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