18.10.2011 | Versicherungen & Beiträge

Start in die Rente mit 67

Ab dem 2012 wird die Altersgrenze für die Regelaltersrente stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Der verschobene Rentenbeginn wirkt sich auch in der Entgeltabrechnung aus.

Ab 1.1.2012 geht´s los: Die Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung werden stufenweise bei allen Rentenarten angehoben. Wollen Arbeitnehmer vor Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters in den Ruhestand gehen, ist dies möglich. Dafür müssen allerdings dauerhaft Abschläge akzeptiert werden.

Altersgrenze wird bis 2028 stufenweise angehoben

Die Regelaltersrente gibt es derzeit noch ab dem 65. Lebensjahr. Für alle Geburtsjahrgänge vor 1947 verbleibt es beim Renteneintrittsalter von 65 Jahren. Für alle jüngeren Arbeitnehmer wird die Altersgrenze beginnend ab 2012 bis 2028 in kleinen Schritten von 65 auf 67 Jahre angehoben:

Jahrgang Altersgrenze Regelaltersgrenze wird erreicht
1947 65 + 1 Monat 02.2012 bis 01.2013
1948 65 + 2 Monate 03.2013 bis 02.2014
1949 65 + 3 Monate 04.2014 bis 03.2015
usw.    

Bei der Fortschreibung dieser Tabelle gilt: Für die Jahrgänge 1959 bis 1964 wird die Altersgrenze jeweils um 2 Monate angehoben. Die schrittweise Anhebung der Altersgrenze wird 2028 abgeschlossen sein. Ab 2029 werden Angehörige der Geburtsjahrgänge ab 1964 eine Regelaltersrente mit 67 Jahren ohne Abschläge in Anspruch nehmen können.

Abschlagsfrei in Rente nach 45 Pflichtbeitragsjahren

Wie immer gilt auch bei diesem Thema: Keine Regel ohne Ausnahme. Die gute Nachricht betrifft Versicherte mit 45 Jahren an Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung. Sie können weiterhin mit 65 Jahren und ohne Beachtung der stufenweisen Anhebung abschlagsfrei in Altersrente gehen.

Zeitpunkt der Versicherungsfreiheit verschiebt sich

Entsprechend dem verschobenen Rentenbeginn setzt bei beschäftigten Rentnern auch die Versicherungsfreiheit zur Rentenversicherung später ein. Bezieher einer Vollrente wegen Alters sind ab Erreichen der Regelaltersgrenze rentenversicherungsfrei. Der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung muss weiterhin gezahlt werden. Entsprechendes gilt für die Arbeitslosenversicherung. Nach Ablauf des Monats, in dem der Arbeitnehmer das für den Anspruch auf die Regelaltersrente maßgebliche Lebensjahr vollendet hat, ist er versicherungsfrei. Auch zur Arbeitslosenversicherung muss der Arbeitgeberanteil für beschäftigte Rentner entrichtet werden.

Ermäßigter Beitragssatz gilt erst später

In der Krankenversicherung wirkt sich die Beschäftigung von Rentnern auf den Beitragssatz aus: Für Empfänger von Altersrenten ist vom Rentenbeginn an der ermäßigte Beitragssatz (Beitragsgruppe 3000) zu schlüsseln.

Frist bei Sondermeldung des Arbeitgebers beachten

Der Arbeitgeber muss auf Verlangen des Arbeitnehmers eine Sondermeldung für das Rentenverfahren abgeben, wenn während des bestehenden Arbeitsverhältnisses eine Altersrente beantragt wird. Bescheinigt wird das gezahlte beitragspflichtige Arbeitsentgelt der letzten Monate. Die Meldung ist bis frühestens 3 Monate vor dem Rentenbeginn abzugeben. Auch dabei ist die Verschiebung des Rentenbeginns ab 2012 bei den Altersrenten entsprechend zu berücksichtigen.

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