| Beitragssatz zur Rentenversicherung

Rentenbeitrag könnte 2014 auf 18,4 % sinken

Rentenversicherung hat genug Reserven für eine Beitragssenkung.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Gebote für den ab 2014 gültigen Rentenversicherungsbeitrag unterbieten sich täglich: Eine Senkung auf 18,4 % ist nach den neuesten Berechnungen des Schätzerkreises durchaus möglich.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird Anfang 2014 voraussichtlich von 18,9 % auf 18,4 % sinken. Das ist deutlich niedriger als bisher angenommen. Das geht aus einem internen Schreiben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund v. 5.7.2013 hervor. Der Beitragssatz von 18,4 % soll dann bis Ende 2017 gelten. Grundlage ist die jüngste Prognose des Schätzerkreises.

Senkung des Rentenbeitrags ist nichts Neues

Damit zeichnet sich die 3. Beitragssenkung in Folge ab. Der Beitrag lag 2011 noch bei 19,9 % des Bruttoeinkommens. Erst zu Jahresbeginn hatte es eine Senkung von 19,6 % auf 18,9 % gegeben.

Ob und in welchem Maß der Rentenversicherungsbeitrag sinkt, wird sich erst im Herbst 2013 entscheiden.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren

Sollte es zu einem Beitragssatz zur Rentenversicherung von 18,4 % kommen, bedeutet dies bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.600 EUR eine Entlastung von jeweils 6,50 EUR im Monat für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Bei einem Verdienst von 3.500 EUR sind es 8,75 EUR im Monat.

Einnahmen der Rentenkasse sprudeln

Die Rentenversicherung verfügt über hohe Rücklagen. "Im Resultat kann der erwartete Beitragssatz des Jahres 2014 um einen halben Prozentpunkt auf 18,4 % reduziert werden", heißt es in dem Schreiben.

Nach den bisherigen Schätzungen war nur mit einer Rücknahme des Beitragssatzes auf 18,7 % oder 18,6 % gerechnet worden. Eine Senkung ist fällig, wenn die Rücklagen der Rentenkasse 1,5 Monatsausgaben übersteigen. Aktuell sind es 1,57 Monatsausgaben.

Zum Jahresende gehen die Rentenexperten davon aus, dass die Rücklage trotz der Beitragssenkung zu Jahresbeginn auf 1,77 Monatsausgaben oder 31,4 Milliarden EUR steigt.

Eine Umkehr scheint frühestens 2018 in Sicht

Sie rechnen danach aber mit einem kontinuierlichen Abschmelzen der "eisernen Reserve". Für 2017 sind der Schätzung zufolge noch 8,2 Milliarden EUR in der Rücklage. Dies entspräche nur noch 0,41 Monatsausgaben. Deshalb sei für 2018 eine Anhebung des Beitrags absehbar.

Schlagworte zum Thema:  Rentenversicherung, Rentenversicherungsbeitrag

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