04.09.2012 | Rentenversicherungsbeitrag

Umfrage: nur 29 % wollen niedrigeren Rentenbeitrag

Nur ein Drittel der Deutschen wollen den Rentenbetrag senken.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die von der Bundesregierung soeben beschlossene Senkung des Rentenbeitragssatzes wird von der großen Mehrheit der Bürger nach einer Umfrage abgelehnt.

In einer Emnid-Erhebung für das Magazin Focus plädierten 65 % der Befragten dafür, lieber die Rücklagen der gesetzlichen Rentenkassen auszubauen, um künftige Beitragserhöhungen abzufedern. Nur 29 % sprachen sich dafür aus, die Rentenbeiträge zu senken. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte am 29. und 30.8.2012 dafür 1001 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger.

Rentenbeitragssenkung beschlossen - Höhe unklar

Das Kabinett hatte am 29.9.2012 beschlossen, den monatlichen Beitragssatz von derzeit 19,6 % zu senken. Er soll ab dem 1.1.2013 voraussichtlich nur noch 19 % betragen. Die exakte Zahl soll im November in den Gesetzentwurf eingefügt werden, wenn weitere Berechnungen über die Kassenlage der Rentenversicherung vorliegen. Im Bundesrat wird Widerstand auch von CDU-geführten Ländern erwartet.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden entlastet

Durch die Beitragssenkung werden Arbeitnehmer und Unternehmen laut Bundesarbeitsministerium in einem Umfang von etwa 5,4 Mrd. EUR pro Jahr entlastet. Nach den Berechnungen spart ein Arbeitnehmer im Schnitt dadurch etwa 7 bis 8 EUR im Monat.

Schlagworte zum Thema:  Rentenversicherungsbeitrag, Beitragssatz

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