30.03.2012 | Versicherungen & Beiträge

PKV-Beitrag reduzieren durch Tarifwechsel

Wer kein Geld zu verschenken hat, sollte sich über einen Tarifwechsel bei seiner privaten Krankenversicherung Gedanken machen.

Viele Privatversicherte verzweifeln wegen steigender Versicherungsprämien. Dabei gibt es eine naheliegende Lösung: Mit einem PKV-Tarifwechsel innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft kann ohne Leistungseinbußen deutlich gespart werden.

Private Krankenversicherungen sträuben sich häufig, wenn Kunden in neuere und dadurch günstigere Tarife wechseln möchten. Grund: Den Unternehmen entstehen dadurch oft finanzielle Nachteile. Viele Gesellschaften empfehlen bei Tarifwechselwunsch daher den Basistarif. Doch gesetzlich stehen andere Möglichkeiten offen.

Tarifoptimierung in der eigenen privaten Krankenversicherung

Den steigenden Beitragskosten kann mit einem Tarifwechsel innerhalb der PKV entkommen werden. Jeder Versicherte hat nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) das Recht, einen günstigeren Tarif mit denselben Leistungen in der eigenen Versicherungsgesellschaft abzuschließen – und seine bereits erworbener Rechte (Altersrückstellung, Gesundheitzustand etc.) mitnehmen.

Deutliche Ersparnis ist möglich – bei Durchblick im Tarifdschungel

Der Versicherungsnehmer kann im Grunde so oft er möchte in einen günstigeren Tarif wechseln. Im Einzelfall bringt dies bis zu 40 % Ersparnis, im Durchschnitt 2.000 bis 2.500 EUR pro Jahr. Eine weitere Schwierigkeit beim Tarifwechsel-Wunsch: Selten gibt es dieselben Leistungszusagen bei 2 verschiedenen Tarifen.

Gesundheitsprüfung  bei neuem Tarif mit Mehrleistung

Ein Wechsel zu einem neuen Tarif mit gleichen Leistungsinhalten wie der alte ist problemlos. Beinhaltet der gewählte Tarif jedoch mehr Leistungen, darf die Versicherungsgesellschaft für die Mehrleistung eine neue Gesundheitsprüfung verlangen oder einen Risikozuschlag erheben. Wer die Gesundheitsprüfung scheut oder nicht besteht, kann auf die Mehrleistung verzichten. Dann bleibt in dem neuen, günstigeren Tarif aber der alte Leistungsumfang bestehen.

Das ist für den Tarifwechsel innerhalb der PKV zu beachten

Voraussetzungen für hohe Einspareffekte durch den Wechsel innerhalb der PKV:

  • Private Krankenvollversicherung mit einem monatlichen Beitrag von mindestens 400 EUR.
  • Der Vertrag besteht seit mindestens 7 Jahren bei dieser Versicherungsgesellschaft.

Für folgende Personen lohnt der Tarifwechsel besonders:

  • Versicherte mit geringer Selbstbeteiligung
  • Kunden von fusionierenden Unternehmen
  • Rentner, denn die bezahlen sehr häufig sehr hohe Beiträge

Alternative zum Tarifwechsel: Optimierung des Risikozuschlags

Um Geld zu sparen kann der Versicherte seinen PKV-Risikozuschlag optimieren. Denn einmal vereinbarte Risikozuschläge für Vorerkrankungen sind nicht unabänderlich festgeschrieben und meist ohnehin zeitlich begrenzt. Der Versicherte kann die Herabsetzung seines Beitrags verlangen, wenn seine Erkrankung seine risikoerhöhende Bedeutung gemäß Vertrag verliert.

Hintergrund Beitragserhöhung

Jedes Jahr aufs Neue erhöhen viele PKV-Unternehmen die Beiträge. Dies wird mit steigenden Kosten für Medikamente, medizinisches Personal und medizinische Geräte begründet. Die Höhe des durchschnittlichen Tarifanstiegs schwankt bei Bestandskunden je nach Tarif und Anbieter zwischen 0,5 und 7%.

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