12.08.2013 | Minijob

Rekordwert: Knapp 2,66 Millionen Nebenjobs

Minijob als Ausweg, wenn das Geld nicht reicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Trend zum Zweitjob steigt: So viele Arbeitnehmer wie nie zuvor haben einen Nebenjob. Den Meisten reicht das Einkommen aus der Hauptbeschäftigung nicht aus.

Ende des vergangenen Jahres besserten 2,66 Mio. Menschen ihr Einkommen aus einer regulären Hauptbeschäftigung mit einem Minijob auf. Das waren 59.000 beziehungsweise 2,3 % mehr als am Vorjahresende, laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Damit arbeiteten 9,1 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2012 nebenbei in einem Minijob. Ihr Anteil hat sich innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt (2003: 4,3 %).

Nebenjob: aus Konsumlust oder finanzieller Not

Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann sieht in der deutlichen Zunahme der Nebentätigkeiten einen Beleg dafür, dass "für immer mehr Beschäftigte das Einkommen aus einem Job nicht mehr ausreicht". Der überwiegende Teil der Zweitjobber mache dies "aus purer finanzieller Not und nicht freiwillig".

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums betonte indes, dass es keine Erhebung zu dem Thema gebe. Deshalb seien neben finanziellen Engpässen auch andere Gründe für einen Minijob vorstellbar, etwa eine "gestiegene Konsumlust".

Schlagworte zum Thema:  Minijob, Nebenjob, Hauptbeschäftigung

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