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Mängel bei Geldanlagen der Rentenversicherung

Der Bundesrechnungshof hat nach FOCUS-Informationen schwere Mängel bei den Geldanlagen der gesetzlichen Rentenversicherung festgestellt. Das gehe aus einem vertraulichen Prüfbericht des Rechnungshofs für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, der dem Magazin vorliegt.

Demnach verfüge kaum einer der 16 Rentenversicherungsträger über ein angemessenes Risikomanagement für seine Anlagen. Für eine Bestätigung war bei der Bundesbehörde am 27.11.2011 niemand zu erreichen.

Bürokratische Mängel festgestellt

Die Rechnungsprüfer kritisierten nach Angaben des Magazins in dem 39-seitigen Bericht, dass die gegenwärtige Praxis die Sicherheit der Finanzen der Deutschen Rentenversicherung gefährdet: "Vielfach fehlte es an einfachen Vorkehrungen: Aufzeichnung von Telefonaten über den Geldhandel, Wahrung des Vier-Augen-Prinzips, Trennung von Geldhandel und Abwicklung."

Rentenversicherung erlitt Verluste durch Finanzkrise

Bei den Anlagen handele sich um eine Nachhaltigkeitsrücklage von zurzeit 18,9 Mrd. EUR für vorübergehende Zahlungsengpässe. Zudem habe die Rentenversicherung anders als öffentlich dargestellt, Verluste aufgrund der Banken- und Finanzkrise erlitten. Die Rechnungsprüfer kritisierten: "Die Konzentration der Geldanlage auf wenige und oftmals immer wieder auf dieselben Banken halten wir für riskant und unwirtschaftlich."

Das könne im ungünstigsten Fall zu Zahlungsschwierigkeiten führen - also Rentengelder betreffen.

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