| Kaum GKV-Rückkehrer

Wenig Nachfrage nach Beitragsschuldenerlass

Kein Andrang rückkehrwilliger Nichtversicherter bei den Kassen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Durch das "Beitragsschuldengesetz" können bislang Nichtversicherte in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, ohne Beiträge nachzahlen zu müssen. Die Frist für den Beitragsschuldenerlass läuft Ende 2013 aus. Doch bislang nutzten wenige die Chance zur Rückkehr in die GKV.

Bislang nutzten nur wenige Nichtversicherte die seit 1.8.2013 bestehende Möglichkeit, durch einfache Anmeldung bei einer Krankenkasse den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erhalten, berichten mehrere Kassen. Durch die neuen gesetzlichen Regelungen ist die GKV-Rückkehr derzeit möglich, ohne aufgelaufene Beiträge nachzahlen zu müssen - allerdings nur noch bis 31.12.2013.

Wenig Nachfrage nach Erlass der Beitragsschulden

Die geringe Nachfrage nach der GKV-Rückkehr und dem Beitragsschuldenerlass wird durch eine Umfrage bei mehreren gesetzlichen Krankenkassen bestätigt. Demnach haben sich selbst bei mitgliederstarken Krankenkassen wie die BARMER GEK und der Techniker Krankenkasse (TK) zur Halbzeit der Rückmeldefrist nur 200 GKV-Rückkehrer bei der BARMER GEK und 53 bei der TK gemeldet. Ähnlich berichtet die AOK Niedersachsen von bislang "keinen hundert Anmeldungen" in diesem Zusammenhang.

Die Krankenkassen rechnen auch bis zum Fristablauf mit keiner größeren Nachfrage.

Hintergrund zum Beitragsschuldenerlass

Seit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung" im August 2013 können sich Nichtversicherte noch bis zum 31.12.2013 in der GKV versichern, ohne dass sie für die Zeit seit Beginn der allgemeinen Versicherungspflicht Beiträge nachzahlen müssen (s. News v. 30.9.2013). Schätzungen zufolge leben in Deutschland rund 140.000 Menschen ohne Krankenversicherungsschutz.

Schlagworte zum Thema:  Erlass, GKV-Rückkehrer

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