04.02.2014 | Geldprämien

Prämienausschüttung gesetzlicher Krankenkassen

GKV-Versicherte dürfen sich auf Geldprämien freuen
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die gute Finanzlage erlaubt es vielen Krankenkassen, ihren Mitgliedern Prämien auszuschütten. Einige Versicherte kommen dadurch in den Genuss von Geldprämien. Für die gesetzlichen Krankenkassen erfreulich: Immer weniger Versicherte wechseln in eine private Krankenversicherung.

Nach der Umfrage eines großen Nachrichtenmagazins unter allen 132 Kassen haben 22 Versicherungen eine Prämienausschüttung angekündigt. Vor 2 Jahren waren es erst 9 Krankenkassen. Die Höhe der Zahlungen liege zwischen 30 und 139 EUR im Jahr.

Prämienausschüttung der Krankenkassen

Prämien können Kassen auszahlen, wenn sie Überschüsse machen. So schüttet die Techniker Krankenkasse (TK) in diesem Jahr 80 EUR an ihre Mitglieder aus (s. News v. 16.9.2013). Die hkk hat ihren Mitgliedern einen Scheck über 100 EUR für 2014 angekündigt. Auch mehrere Betriebskrankenkassen zahlen Geld aus - die BKK Mobil Oil sogar 120 EUR.

Informationen zur Prämienausschüttung gesetzlicher Krankenkassen finden Sie hier.

Hinweis: Erhalten gesetzlich Krankenversicherte einen Teil der Beiträge in Form einer Prämie zurück, muss dies in der Steuererklärung angegeben werden. Die Angabe zu den gezahlten Krankenversicherungsbeiträgen muss dabei um den Betrag der Prämie vermindert werden.

Wegfall der Prämien und pauschale Zusatzbeiträge

Mit der geplanten schwarz-roten Reform der Kassenfinanzierung soll die Möglichkeit von Kassenprämien und pauschalen Zusatzbeiträgen im kommenden Jahr entfallen. Stattdessen sollen Kassen prozentuale Zusatzbeiträge je nach Einkommen erheben können. Experten rechnen in den kommenden Jahren wegen der steigenden Kosten mit höheren Kassenbeiträgen .

Zahl der Wechsler zur PKV hat sich halbiert

Die Zahl der Abgänge aus der gesetzlichen Krankenversicherung in Richtung PKV sank nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) innerhalb von 10 Jahren von 360.000 auf 160.000 im Jahr 2012. Nach einem Zeitungsbericht halbierte sich bei den 3 größten Kassen - TK, BARMER GEK und DAK-Gesundheit - die Zahl der Wechsler zwischen 2009 und 2013 von knapp 88.000 auf 44.000 Versicherte.

TK-Vorstandschef Jens Baas, dessen Kasse viele freiwillig Versicherte hat, erwartet, dass die Zahl der Wechsler weiter sinkt. Zugleich wachse die Zahl derer stark an, die zurück wollten, so Baas. "Vor allem Eltern mit kleinen Kindern bemühen sich, wieder zu uns zu kommen, und Leute ab 45, deren Beiträge in der Privaten stark steigen."

Hintergrundzahlen zum Wechsel GKV - PKV

Die TK als größte Kasse mit 8,7 Mio. Versicherten, verlor dem Bericht zufolge im Jahr 2013 rd. 26.781 Versicherte an die PKV. 2009 waren es noch 44.520, 2011 sogar 49.628. Von privaten Versicherungsunternehmen kamen voriges Jahr sogar 83.866 Kunden zur TK - über dreimal so viele wie dorthin weggingen.

Die zweitgrößte Kasse Barmer GEK verlor in 2009 noch 28.480 ihrer zuletzt 8,6 Mio. Versicherten an die PKV. 2013 waren es nur 11.116. Von der DAK-Gesundheit mit aktuell 6,3 Mio. Versicherten wechselten in 2009 noch 14.836 Personen zur PKV, in 2013 nur 6.514.

PKV-Verband veröffentlicht Zahl der Wechsler im März

Der PKV-Verband will die Zahl der Wechsler 2013 im März veröffentlichen. Die Tarife vieler PKV-Unternehmen stiegen in einigen Tarifen in den vergangenen Jahren teils deutlich an.

Private Anbieter versichern abhängig Beschäftigte mit einem Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige, Freiberufler und Beamte. Privatversicherte können nur in engen Grenzen zur gesetzlichen Versicherung wechseln.

Schlagworte zum Thema:  Prämie, GKV, PKV, Zusatzbeitrag, Wechsel, Versicherungspflichtgrenze

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