01.03.2012 | Versicherungen & Beiträge

Frostiger Februar: Arbeitslosenzahl steigt

Das Wetter ist Schuld: Wegen der extremen Kälte ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Februar in die Höhe gegangen. Doch der Arbeitsmarkt an sich sei robust, betont der Chef der Bundesagentur. Lediglich die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern lasse etwas nach.

Der klirrende Frost hat die Arbeitslosenzahlen im Februar nach oben getrieben: Rund 3.110.000 Menschen waren bundesweit ohne Job. Das waren 26.000 Männer und Frauen mehr als im Januar - denn vielerorts musste die Arbeit etwa auf dem Bau oder in Gärtnereien ruhen. Binnen Jahresfrist sank die Arbeitslosenzahl jedoch um 203.000, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 29.2.2012 in Nürnberg mitteilte.

 

Tiefster Februar-Stand seit 21 Jahren

Auch die Arbeitslosenquote ging in diesem Zeitraum von 7,9 auf 7,4 % zurück - im Vergleich zum Januar stieg sie allerdings um 0,1 Punkte an. Bundesweit handelte es sich um die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 21 Jahren.

Frost lässt Arbeitslosigkeit leicht ansteigen

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise betonte: "Der Arbeitsmarkt zeigt sich in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase robust. Die Arbeitslosigkeit ist allein aufgrund des frostigen Winterwetters gestiegen." Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hätten weiter deutlich zugenommen, sagte Weise über diese wichtigen Indikatoren. "Einzig die Nachfrage nach Arbeitskräften hat nachgegeben, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau."

Zuwachs bei SV-pflichtigen Beschäftigungen

Die Zahl der Erwerbstätigen war nach den jüngsten Daten vom Januar binnen Jahresfrist um 611.000 auf 41,09 Mio. gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember bei 28,75 Mio., was einem Zuwachs von 718.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Diese regulären Stellen entstanden laut BA in allen Bundesländern und in den meisten Branchen, vor allem dem verarbeitenden Gewerbe, den wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Zahlreiche Fachkräfte werden gesucht

Im Februar wurden rund 473.000 Mitarbeiter gesucht, das sind 56.000 mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt sind nach BA-Informationen derzeit Fachleute für Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Logistik sowie Gesundheit.

Dass der Anstieg der Arbeitslosenzahl in erster Linie dem Wetter geschuldet ist, zeigt auch der saisonbereinigte Wert: Er lag im Februar unverändert bei 2,866 Mio., wobei es allerdings regionale Unterschiede gab: Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 7.000 zu, im Osten hingegen um 7.000 ab.

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