28.03.2012 | Versicherungen & Beiträge

Forderung: PKV sollte abgewickelt werden

AOK-Chef Jürgen Graalmann hat die Politik aufgefordert, die private Krankenversicherung (PKV) in ihrer heutigen Form nicht künstlich am Leben zu erhalten.

"Die Lage der PKV ist ganz offensichtlich bedrohlich", sagte der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands in Berlin. "So wie es aussieht, bekommen die Versicherer diese Krise nicht selbst unter Kontrolle".

Ein einheitlicher Versicherungsmarkt sei die logische Konsequenz. Die Politik solle dabei auf einen Ausgleich für die PKV-Unternehmen verzichten. "Wenn das heutige Geschäftsmodell der PKV gescheitert ist, darf es keine politischen Kompensationsgeschäfte geben", forderte Graalmann.

Steigende PKV-Tarife bringen Versicherte in Not

Am 29.3.2012 will der Bundesverband der Verbraucherzentralen mit Forderungen angesichts von Kostensteigerungen bei der PKV in die Öffentlichkeit gehen. "Massive Tarifsteigerungen einiger privater Krankenversicherer zum Jahreswechsel haben etliche Versicherte in finanzielle Nöte geführt", meint der Verband.

"Zudem versuchen Versicherer, mit verschiedenen Taktiken die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten zur Beitragsentlastung und zum Tarifwechsel zu unterlaufen", so die Verbraucherzentralen.

Ist die Trenung PKV / GKV noch zeitgemäß?

Zuletzt hatte der CDU-Gesundheitsexperte im Bundestag, Jens Spahn, mit der Äußerung für Aufsehen gesorgt, er halte die Trennung von PKV und GKV für nicht mehr zeitgemäß.

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