14.02.2013 | Familienpflegezeit

Pflegezeit ist wenig gefragt

Nur wenige Arbeitnehmer beantragten eine Familienpflegezeit.
Bild: Haufe Online Redaktion

Anfang 2012 wurde die Pflegezeit für Familien eingeführt - und bislang kaum genutzt.

Seit der Einführung wurden lediglich 147 Anträge gestellt. Das geht aus einem Zeitungsbericht v. 14.2.2013 hervor, der die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen zitiert. Bisher haben nur 58 Unternehmen das zinslose Darlehen beantragt, um ihren Beschäftigten in Pflegezeit das Gehalt weiterzahlen zu können. Die Ausfallversicherung für den Fall, dass Beschäftigte den Gehaltsvorschuss später nicht abarbeiten können, wurde in 123 Fällen abgeschlossen.

Geldmittel wurden nun gekürzt

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wollte mit dem Gesetz ursprünglich Menschen die Chance geben, ihren Beruf und die Pflege eines Angehörigen besser miteinander zu vereinbaren. Die Regierung hat den Haushaltsansatz und den Personalbedarf für die Umsetzung des Gesetzes wegen der geringen Nachfrage nach unten korrigiert.

Inhalt der Pflegezeit

Während der Pflegezeit reduzieren Beschäftigte ihre Arbeitszeit für maximal 2 Jahre auf bis zu 15 Stunden pro Woche, um nahe Angehörige zu pflegen. Zur finanziellen Absicherung zahlt der Arbeitgeber in dieser Zeit ein höheres Gehalt als die tatsächlich geleisteten Stunden, z. B. 75 % der bisherigen Bezüge. Nach Ende der Pflegezeit arbeiten die Arbeitnehmer dann so lange zu einem reduzierten Gehalt weiter, bis der Vorschuss abgearbeitet ist.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Pflegezeit.

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