| Einkommensabhängiger Zusatzbeitrag

Gröhe: Millionen Versicherte sollen entlastet werden

Gröhe erwartet Entlastung für Millionen Versicherte
Bild: MEV-Verlag, Germany

Gesundheitsminister Gröhe erwartet durch die geplante Krankenkassen-Reform eine Entlastung für Millionen Versicherte aufgrund niedrigerer Beitragszahlungen. Experten erwarten zukünftig aber einen Anstieg des neuen einkommensabhängigen Zusatzbeitrags.

Gesetzlich Versicherte können nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) im kommenden Jahr zwischen günstigeren und teureren Krankenkassen wählen.

Höhe des neuen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag

Manche Kassen würden statt des heute noch fälligen Sonderbeitrags von 0,9 % einen Zusatzbeitrag in derselben Höhe verlangen, sagte Gröhe einer großen Regionalzeitung. Bei ihnen ändere sich im Vergleich zu heute nichts. Andere Kassen stünden so gut da, dass der Zusatzbeitrag niedriger ausfallen könne. «Wieder andere werden ihren Zusatzbeitrag erhöhen.»

Einschätzung basiert auf geplanter Krankenkassen-Reform

Hintergrund ist der Koalitionsplan, dass die Kassen vom Einkommen abhängige Zusatzbeiträge nehmen und die Höhe selbst festlegen dürfen, der einheitliche Sonderbeitrag der Arbeitnehmer dafür aber entfällt (s. News v. 14.2.2014).

Geringere Beiträge, aber keine Prämienausschüttung der Krankenkassen

«Im nächsten Jahr könnten nach unseren Berechnungen auf diese Weise etwa 20 Mio. Versicherte durch geringere Beiträge entlastet werden», sagte Gröhe. Allerdings entfällt auch die Möglichkeit für die Kassen, Prämien an ihre Versicherten auszuzahlen. Davon profitieren derzeit rund 10 Mio. Versicherte (s. News v. 4.2.2014).

Zukünftig Anstieg des neuen Zusatzbeitrag auf 1,5 bis 1,7 % erwartet

In den kommenden Jahren dürften die Zusatzbeiträge nach Expertenschätzungen nach oben gehen. Für 2017 werden Aufschläge zulasten der Versicherten von 1,5 und 1,7 % des Einkommens erwartet.

Schlagworte zum Thema:  Krankenkasse, Zusatzbeitrag, Prämie, GKV-Finanzreform

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