24.10.2014 | KV-Beiträge

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz wurde bekanntgegeben

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz liegt bei 0,9 %.
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 22.10.2014 den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2015 im Bundesanzeiger bekanntgegeben. Unter anderem ist der durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für Bezieher von Arbeitslosengeld II maßgebend.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2015 beträgt 0,9 %. Er wurde nach Auswertung der Ergebnisse aus den Sitzungen des Schätzerkreises vom 14. und 15.10.2014 festgelegt (s. News v. 16.10.2014).

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz gilt unter anderem für Arbeitslosengeld II-Bezieher

Im Einzelnen ist der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz bei folgenden Mitgliedern anzuwenden (s. auch News v. 22.9.2014):

  • Bezieher von Arbeitslosengeld II.
  • Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen.
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
  • Auszubildende, die in einer außerbetrieblichen Einrichtung im Rahmen eines Berufsausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz ausgebildet werden.
  • Behinderte Menschen in Werkstätten, Einrichtungen etc., wenn das tatsächliche Arbeitsentgelt den maßgeblichen Mindestbetrag (2014: mtl. 553 EUR) nicht übersteigt. Übersteigt das Arbeitsentgelt diesen Wert, wird der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz erhoben (und vom Träger der Einrichtung gezahlt). Wird der Mindestbetrag jedoch ausschließlich durch eine Sonderzahlung überschritten, bleibt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz maßgebend.
  • Versicherungspflichtige, deren Mitgliedschaft fortbesteht, weil ihnen von einem Rehabilitationsträger während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld gezahlt wird.
  • Mitglieder, deren Mitgliedschaft bei einem Wehrdienst fortbesteht.
  • Bezieher von Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder vergleichbarer Entgeltersatzleistungen.
  • Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 EUR im Monat (sog. Geringverdiener). Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist bei diesem Personenkreis auch zu berücksichtigen, soweit die Geringverdienergrenze ausschließlich durch eine Sonderzahlung überschritten wird und in der Folge Arbeitgeber und Auszubildende die sonstigen Beiträge aus dem übersteigenden Betrag gemeinsam tragen.
  • Teilnehmer, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten.

Für Studenten, die selbst Mitglied einer Krankenkasse sind (nicht familienversichert), gilt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag.

Schlagworte zum Thema:  Zusatzbeitrag, Beitragssatz, Krankenkasse, Arbeitslosengeld II

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