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DGB-Umfrage: Mehrheit gegen Renten-Beitragssenkung

Vier von fünf Bundesbürgern haben sich gegen eine Senkung des Rentenbeitrags ausgesprochen. Sie plädieren stattdessen dafür, die Überschüsse der Rentenkasse zur Bekämpfung von Altersarmut zu verwenden.

Dies ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). In diesem Sinne äußerten sich 79 % der Befragten, wie der DGB am 25.10.2011 in Berlin mitteilte. Nur 12 % votieren für eine Senkung des Rentenbeitragssatzes.

Prognose: RV-Beitragssatz wird 2012 sinken

Ein solcher Schritt - von 19,9 auf 19,6 % zu Beginn kommenden Jahres - zeichnet sich ab. Er ist immer dann zwingend, wenn die Rücklagen der Rentenkasse den Wert von 1,5 Monatsausgaben übersteigen. Dies dürfte 2012 der Fall sein.

Bekämpfung der Altersarmut sollte Vorrang haben

Selbst die Anhänger der Regierungsparteien räumen der Umfrage zufolge der Vermeidung von Altersarmut mit großem Abstand Vorrang vor einer Beitragssenkung ein. Mehr als 2 Drittel der Unionsanhänger (71 %) und 64 % der FDP-Sympathisanten äußerten sich so. Nur jeder 5. Anhänger von CDU/CSU (21 %) und FDP (22 %) plädierte für einen niedrigeren Rentenbeitrag.

Für DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sind die Ergebnisse der Umfrage eine eindeutige Absage an eine Beitragssenkung. Sie forderte die Bundesregierung zum Umdenken auf. Es zeige sich, dass die Menschen mehr Sicherheit im Alter wollten. "Sie verzichten auf eine geringfügige Entlastung beim Rentenbeitrag, wenn dafür mehr gegen Altersarmut getan und zum Beispiel die Rente mit 67 abgeschafft wird", erklärte Buntenbach.

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