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BKK für Heilberufe steht vor der Schließung

Die angeschlagene BKK für Heilberufe steht vor dem Aus. "Wir haben dem Bundesversicherungsamt (BVA) mitgeteilt, dass wir bislang keinen Fusionspartner gefunden haben", sagte der Sprecher der Krankenkasse, Ulrich Rosendahl, kurz vor Ende der Anhörungsfrist am 26.10.2011 in Düsseldorf.

Damit ist eine Schließung der Kasse so gut wie sicher. "Der Ball liegt jetzt beim BVA", sagte Rosendahl. Dieses will nach Angaben eines Sprechers voraussichtlich in der nächsten Woche eine Entscheidung fällen.

BKK verlor über die Hälfte der Versicherten

Der BKK für Heilberufe waren nach Einführung des Zusatzbeitrags die Mitglieder weggelaufen. Die Kasse hat nach Angaben von Rosendahl derzeit noch 118.000 Versicherte - Anfang 2010 seien es noch 270.000 gewesen. Wie tief die BKK für Heilberufe in den roten Zahlen steht, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Kasse hat 240 Mitarbeiter.

BVA erwartet kein Chaos durch die Schließung

Im Mai hatte das BVA bereits die City BKK als erste gesetzliche Krankenkasse seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009 geschlossen. Zahlreiche Versicherte - vor allem ältere und kranke - hatten daraufhin größte Probleme, eine neue Krankenkasse zu finden: Sie wurden reihenweise abgewiesen. Ein ähnliches Szenario sei bei einer Schließung der BKK für Heilberufe nicht zu erwarten, meinte BVA-Sprecher Tobias Schmidt. "Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Kassen und Verbände aus diesem Debakel gelernt haben."

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