08.01.2014 | Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahlen - Jahresbericht 2013

Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht den Jahresbericht 2013
Bild: Bundesagentur für Arbeit / www.arbeitsagentur.de

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Jahr 2013 stabil. Die Bundesagentur für Arbeit betrachtet die stabile Entwicklung des Arbeitsmarkts trotz des schwachem Wirtschaftswachstums als positiv.

„2013 ist die Arbeitslosigkeit geringfügig gestiegen. Der Beschäftigungsaufbau hat sich fortgesetzt. Arbeitslose partizipieren allerdings nur teilweise vom Beschäftigungs-Plus. Grund hierfür ist, dass die Profile der Arbeitslosen oftmals nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passen,“ sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, im Verlauf der monatlichen Pressekonferenz am 7.1.2014 in Nürnberg.

Der Arbeitsmarkt im Jahr 2013

Arbeitslosenzahl

+ 53.000

auf 2.950.000


Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat)


+ 0,1 Prozentpunkte 


auf 6,9 %


Arbeitslosigkeit nimmt zu

Im Jahresdurchschnitt 2013 waren in Deutschland 2.950.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Jahr 2012 waren 53.000 mehr Menschen arbeitslos. Der Anstieg hängt vor allem damit zusammen, dass die Entlastung durch arbeitsmarkpolitische Maßnahmen abgenommen hat. Die wirtschaftliche Dynamik 2013 war nicht stark genug, um diesen Einfluss auszugleichen. 

Mehr Menschen beziehen Leistungen  des Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren 970.000 Menschen im Jahr 2013 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zu 2012 ist die Arbeitslosigkeit im SGB III damit um 67.000 gestiegen. Dass die SGB III-Arbeitslosigkeit höher liegt als 2012, hängt vor allem damit zusammen, dass der Einsatz von Arbeitsmarktpolitik abgenommen hat.

Die Unterbeschäftigung, die solche Effekte berücksichtigt, ist deutlich schwächer gestiegen. So stieg sie im Rechtskreis SGB III im Jahresdurchschnitt um 20.000 auf 1.214.000 an.

Insgesamt erhielten 915.000 Personen 2013 Arbeitslosengeld; das sind 66.000 mehr als vor einem Jahr.

Leistungen der Grundsicherung nehmen ab

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag 2013 bei 4.425.000 und damit so niedrig wie noch nie seit Einführung des SGB II im Jahr 2005. Gegenüber 2012 war dies ein Rückgang von 18.000 Personen. Der Anteil der in Deutschland lebenden erwerbsfähigen hilfebedürftigen Menschen an allen Personen im erwerbsfähigen Alter lag mit 8,2 % in etwa auf Vorjahresniveau. 2013 waren 1.981.000 (- 14.000 gegenüber 2012) Menschen im Bereich der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. 

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2013 weiter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 233.000 auf 41,84 Mio. gestiegen. Damit erreicht die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat 2013 noch stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. 

Haushalt der Bundesagentur für Arbeit

Der Haushalt der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2013 schließt mit einem leichten operativen Überschuss in Höhe von rund 60 Mio. EUR ab. Die im Vorjahr aufgebaute Rücklage muss somit entgegen den Erwartungen nicht in Anspruch genommen werden und wird leicht auf 2,4 Mrd. EUR erhöht.

Vor allem der durch eine starke Binnenkonjunktur angetriebene robuste Arbeitsmarkt entwickelten sich die Ausgaben verhaltener (rund 32,6 Mrd. EUR) als während der Haushaltsaufstellung im Herbst 2012 erwartet. Dennoch spiegeln sich die strukturellen Probleme in der Arbeitslosigkeit bei den hohen Ausgaben für passive Leistungen wider (rund 16,5 Mrd. EUR). 

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsmarkt, Arbeitslosenquote, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld

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