| Studentwerk schlägt Alarm

BAföG-Erhöhung steht weiter aus

Schlecht für Studenten: keine BAföG-Anpassung in Aussicht
Bild: Haufe Online Redaktion

Bereits seit 2 Jahren steht eine BAfög-Erhöhung aus. Nun fordern die Studentenwerke von künftigen Bundesregierung eine schnelle BAföG-Reform. Leider findet sich die Ausbildungsförderung nicht Koalitionsvertrag wieder.

Eine rasche BAföG-Reform muss her. Das erwarten die 43 Studentenwerke erwarten von der neuen Bundesregierung. Sie beschlossen am 4.12.2013 in Berlin ein 10-Punkte-Programm, das eine automatische Anpassung der Ausbildungsförderung und der Elternfreibeträge an die Entwicklung von Lebenshaltungskosten und Einkommen beinhaltet. Außerdem wird der Bau von 45.000 Wohnheimplätzen für Studierende gefordert.

BAföG-Reform fehlt im Koalitionsvertrag

Die BAföG-Anpassung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten steht nunmehr bereits im 2. Jahr aus. Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag nicht zum BAföG geäußert - angeblich ein "redaktionelles Versehen". Gleichwohl hatten Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und auch SPD-Politiker eine BAföG-Reform in dieser Wahlperiode in Aussicht gestellt.

Die Finanzierung der BAföG-Reform ist unklar

Eine BAföG-Reform müsse auch die Bachelor/Master-Studienstruktur berücksichtigen, forderte Studentenwerk-Präsident Dieter Timmermann. Die Altersgrenze für das BAföG solle abgeschafft, Teilzeit-Studien sollten gefördert werden.

Wohnraum für Studenten

Die studentische Wohnungsnot in vielen Hochschulstädten ist groß. Die Studentenwerke fordern daher ein neues Bund-Länder-Programm zum Wohnungsbau. Notwendig seien 45.000 zusätzliche preisgünstige Wohnheimplätze bis 2017 - Kostenfaktor rund 1,4 Mrd. EUR. Zusätzlich weitere 200 Mio. EUR werden für den Ausbau der Mensen und von Hochschul-Kitas nötig.
Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hatte im Sommer angesichts der Klagen über fehlenden Wohnraum für Studierende einen Runden Tisch einberufen - die Initiative blieb bislang folgenlos.

Kritik an Leistungskürzungen für Studenten

Kritisch wenden sich die Studentenwerke gegen Kürzungen der Landeszuschüsse unter anderem in Sachsen-Anhalt. Der DSW-Präsident forderte, der Bund müsse künftig wie bei den Hochschulen auch bei der Grundfinanzierung von Mensen, Wohnheimen und kulturellen Einrichtungen an den Hochschulen einsteigen. Zudem wurden auf der Jahres-Mitgliedversammlung mehr Eingliederungshilfen für behinderte Studierende verlangt

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