Mittels evidenzbasierter Maßnahmen soll die Selbstmordrate in der Region Frankfurt/Main gesenkt werden. Bild: Haufe Online Redaktion

Die Universitätsmedizin Frankfurt/Main will die Suizidrate in der Region mit einer Reihe von Vorbeugemaßnahmen um ein Drittel senken. Das Programm zur Prävention von Suiziden sei auf drei Jahre und zwei Monate ausgelegt, teilte die Institution am 1.11.2017 mit.

Zusammen mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und anderen Kliniken solle der Zugang zu psychiatrischer Behandlung verbessert werden, sagte Andreas Reif, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Suizidprävention als kommunale Aufgabe

«Frankfurt ist die erste deutsche Stadt, die sich Suizidprävention zur kommunalen Aufgabe gemacht hat», sagte Christiane Schlag vom Gesundheitsamt. Das Projekt werde vom Bundesgesundheitsministerium mit 783.000 EUR gefördert. Das Gesamtvolumen belaufe sich auf rund 1,16 Millionen EUR.

Hausärzte als erste niedrigschwellige Anlaufstelle

Vor allem Hausärzte seien eine erste niedrigschwellige Anlaufstelle, sie sollten für frühzeitige Warnsignale sensibilisiert und bei der Therapie von Depressionen unterstützt werden, hieß es. Innerhalb eines Monats vor einem Suizidversuch suchten 50 % der Menschen einen Hausarzt auf, erklärte Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität.

Schlagworte zum Thema:  Suizid, Prävention, Vorsorge

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