| Ausbildungsförderung

Mehr Fördermittel für jugendliche Arbeitslose aus der EU

Ausbildungsförderung für junge EU-Zuwanderer.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Viele arbeitslose Jugendliche aus südeuropäischen EU-Ländern wollten die Ausbildungsförderung in Anspruch nehmen und eine Berufsausbildung in Deutschland absolvieren. Bereits im Frühjahr waren die Gelder ausgeschöpft. Jetzt steht neues Geld bereit. Aber auch die Regeln werden geändert.

Arbeitslose Jugendliche aus kriselnden EU-Ländern können bei der Lehrstellensuche in Deutschland wieder mit staatlicher Förderung rechnen. Ein im Frühjahr vorübergehend gestopptes Sonderförderprogramm verfüge nun wieder über genügend Geld; die Mittel für das sogenannte «MobiPro-EU»-Programm seien auf 560 Millionen Euro aufgestockt worden, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 5.8.2014 in Nürnberg mit.

Ausbildungsförderung wurde stärker als erwartet nachgefragt
Für das bis 2018 angelegte Programm hatte die Bundesregierung zunächst 139 Millionen Euro vorgesehen, später eine Anhebung auf 359 Millionen Euro vereinbart. Wegen der starken Nachfrage zum Jahresbeginn habe die Bundesregierung das Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU schließlich im späten Frühjahr abermals aufgestockt, erläuterte eine BA-Sprecherin. Unterstützt wird das Programm mit Geldern des EU-Sozialfonds.
Allein im kommenden Jahr solle damit 2000 arbeitslosen Jugendlichen aus südeuropäischen EU-Ländern eine Berufsausbildung in Deutschland ermöglicht werden. Die Förderung für die jungen Leute umfassen unter anderem Deutschkurse im Heimatland, die Übernahme von Umzugskosten sowie Zuschüsse zum Lebensunterhalt während der Ausbildung in Deutschland.

Neue Regeln für die Ausbildungsförderung
Anders als bisher können sich die Jugendliche nicht mehr direkt bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur bewerben. Vielmehr trifft künftig eine von der BA beauftragte Organisation in den Herkunftsländern die Vorauswahl. Interessierte Jugendliche sollten sich dort melden, erläuterte eine BA-Sprecherin. Denkbar sei, dass etwa Goethe-Institute oder politische Stiftungen deutscher Parteien im Ausland diese Aufgabe übernehmen.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitslosigkeit, Ausbildungsförderung, EU

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