| LSG-Urteil

Job-Center muss Rechtschreibförderung zahlen

Nachhilfe muss auch bei nicht gefährdeter Versetzung gezahlt werden
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Auch Schüler mit der Deutschnote 3 haben grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose Zusatzförderung, wenn sie besondere Schwächen in der Rechtschreibung haben.

Das entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen mit seinem am 27.4.2012 veröffentlichten Urteil vom 28.2.2012 (L7 AS 43/12 B ER). Im konkreten Fall muss das Jobcenter nun die Lernförderung für 2 Kinder bezahlen, die die 6. und 8. Klasse einer Hauptschule besuchen.

Trotz nicht gefährdeter Versetzung wird Nachhilfe gezahlt

Das Jobcenter hatte die Kosten nicht übernehmen wollen und argumentiert, dass die Versetzung der Schüler nicht gefährdet sei. Das Gericht jedoch betonte, dass sich die Rechtschreibung nicht nur auf das Fach Deutsch auswirke, sondern auf die Leistung in allen Fächern. Zudem sei die Rechtschreibung für den weiteren Lebensweg von großer Bedeutung.


Schlagworte zum Thema:  Nachhilfe, Jobcenter, Teilhabe

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