28.01.2014 | Kinder- und Jugendhilfe

Kita-Ausbau lässt Betreuungskosten steigen

Kosten für Kinder- und Jugendhilfe weiterhin auf Rekordhoch
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Nachwuchs kostet den Staat viel Geld: 2012 zahlte er rund 30 Mrd. EUR für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Die Staatsausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe steigen weiter an: Bund, Länder und Gemeinden zahlten 2012 insgesamt rund 32,2 Mrd. EUR für Kinder- und Jugendhilfe. Dies entspricht nach einem Bericht des Statistischen Bundesamts einer Steigerung der Ausgaben gegenüber 2011 von 5,6 % (s. News v. 28.1.2013).

Nach Abzug der Einnahmen i. H. v. ca. 2,4 Mrd. EUR (u. a. aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen) wendete der Staat damit für Kitas, Tagesmütter, Heimerziehung oder Jugendarbeit netto rund 29,8 Mrd. EUR auf. Das sind 6,8 % mehr als im Vorjahr.

Größter Posten: Kinderbetreuung

Netto wurden 18,9 Mrd. EUR für die Kindertagesbetreuung ausgegeben: 8,9 % mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für die Steigerung: der Kita-Ausbau.

Rund ein Viertel der Bruttogesamtausgaben - über 8,2 Mrd. EUR – wendete die öffentliche Hand für Hilfen zur Erziehung auf. 4,5 Mrd. EUR kostete z. B. die Unterbringung junger Menschen außerhalb ihres Elternhauses, etwa in einem Heim oder einer betreuten Wohngemeinschaft. 759 Mio. EUR wurden in sozialpädagogische Familienhilfen investiert.

Nur 5 % der Bruttoausgaben - 1,6 Mrd. EUR - flossen in die Jugendarbeit, z. B. für Freizeiten oder Jugendzentren.

Details zur Statistik der Kinder- und Jugendhilfe

Weitere Informationen zur Statistik der Kinder- und Jugendhilfe sind auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Schlagworte zum Thema:  Kinderbetreuung, Kita, Jugendhilfe

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