| Hilfe bei Depression

Bessere Versorgung psychisch Kranker

Schnellere Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bundesärztekammer will Menschen mit psychischer Erkrankung schneller mit passenden Therapieangeboten helfen. Dabei sind Hausärzte wichtig. Diese sollen Kurzgespräche oder Kriseninterventionen mit den Krankenkassen abrechnen können. 

Menschen mit psychischen Problemen sollen aus Sicht der Ärzteschaft schneller ein passendes Therapieangebot bekommen.

Hausarzt soll Kurzgespräche mit Krankenkassen abrechnen können

Eine Schlüsselrolle komme dabei dem Hausarzt zu, sagte Cornelia Goesmann, Beauftragte des Vorstandes der Bundesärztekammer für Fragen der ärztlichen Psychotherapie. Die Kompetenz zur Beratung müsse bereits im Studium geschult werden, forderte die Allgemeinmedizinerin am 27.6.2014 in Hannover. Darüber hinaus sollte der Hausarzt anders als bisher Kurzgespräche oder Krisenintervention mit den Krankenkassen abrechnen können.

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Psychische Erkrankungen sind in Deutschland auf dem Vormarsch, auch weil sich immer mehr Menschen trauen, mit seelischen Problemen Hilfe zu suchen. Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund die Bedarfsplanung reformiert, seit Mitte 2013 dürfen sich mehr Psychotherapeuten niederlassen als in der Vergangenheit. Dennoch müssen Patienten vor allem in ländlichen Regionen immer noch monatelang auf einen Therapieplatz bei einem Arzt oder Psychologen warten.

Krankenkassen entwickeln Vereinbarungen für schnellen Therapiestart
Ein Weg aus der Misere können Experten zufolge Vereinbarungen wie der «AOK Vertrag für Depression und Burn-Out» in Niedersachsen sein. Dieser zielt darauf ab, dass Mitglieder der Kasse innerhalb von 14 Tagen nach der Diagnose einer psychischen Krankheit mit der Therapie beginnen können. Derzeit planten auch andere große Krankenkassen ähnliche Verträge, sagte Goesmann.

Schlagworte zum Thema:  Psychische Erkrankung, Therapie, Hausarzt, Krankenkasse, Depression

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