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Bei Hartz IV erstmals mehr als eine Million Strafkürzungen

Strafkürzungen bei ALG II
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Jobcenter haben nach einem Zeitungsbericht innerhalb eines Jahres so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt wie nie zuvor.

Erstmals habe es von August 2011 bis Juli dieses Jahres mehr als eine Million Leitungskürzungen gegeben, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» am 20.11.2012 unter Berufung auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Schnitt seien die staatlichen Leistungen um 106 Euro gekürzt worden. Der Hartz-IV-Satz für Singles beläuft sich auf 374 Euro.

Jeder 7. Bestrafte verweigerte Ein-Euro-Job

Dem Bericht zufolge wurden mehr als zwei Drittel der Sanktionen mit Meldeversäumnissen begründet, etwa wenn ein Hartz-IV-Empfänger zu einem Beratungstermin ohne Grund nicht erschienen sei. Nur etwa jeder 7. Bestrafte habe sich laut Statistik geweigert, eine Arbeit oder einen Ein-Euro-Job anzunehmen.

96,8 % halten sich an Gesetze

Eine BA-Sprecherin warnte davor, die Zahlen über zu bewerten. Bei einer Missbrauchsquote von 3,2 % bundesweit hielten sich 96,8 % der 4,35 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Bezieher an die Gesetze

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