25.11.2013 | Hartz IV

Anstieg statt Rückgang der Ausgaben für Hartz IV in 2013

Kostenanstieg: Hartz IV-Mehrausgaben 2013 von 700 Mio. EUR
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Beschäftigungslage ist gut, die Konjunktur auch - trotzdem stiegen die Ausgaben für Hartz IV-Leistungen 2013 stärker an als erwartet. Denn die Zahl der Hartz IV beziehenden Haushalte ging nicht wie erwartet zurück.

Die Mehrausgaben beliefen sich auf ca. 2 %, wie ein Sprecher des Finanzministeriums am 24.11.2013 bestätigte, die außerplanmäßige Ausgabe für den Bundeshaushalt betrage rund 700 Mio. EUR.

Die Bundesregierung war bei der Planung des Etats davon ausgegangen, dass die Zahl der Hartz IV-Haushalte wegen der guten Konjunktur weiter sinkt. Nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag die Zahl Ende Oktober 2013 tatsächlich bei rund 3,28 Mio. Hartz IV-Haushalten.

Viele Arbeitslosen rutschen sofort in "Hartz IV"

Fast jeder 4. Neu-Arbeitslose in Deutschland ist wegen unzureichender Absicherung von Anfang an auf Hartz IV-Leistungen angewiesen. Dies betraf laut  im vorigen Jahr laut BA-Statistik 23,3 % der 2,74 Mio. neu gemeldeten Arbeitslosen. Laut Angaben der Linken-Fraktionsvize im Bundestag, Sabine Zimmermann, hätten noch im Jahr 2008 nur 21,5 % der Neu-Arbeitslosen Hartz IV bezogen.

Erhöhtes Hartz IV-Risiko für Leiharbeitnehmner

Das höchste Risiko tragen demnach offenbar Leiharbeitnehmer: Mehr als 36,4 % und damit jeder Dritte ist im Jahr 2012 nach Verlust seiner Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma gleich auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen gewesen.

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