| Gesundheitstipp

UV-Schutz beim Outdoor-Sport

Die Hautkrebsgefahr bei Sport im Freien ist hoch.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Sommer macht Sport im Freien besonders viel Spaß. Doch was beim Sonnenbaden selbstverständlich ist,  kommt beim Sport häufig zu kurz: das Eincremen. Mit der richtigen Sonnenschutz-Strategie kann für ausreichenden UV-Schutz gesorgt werden.

Freizeitsportler können ihre Haut mit wenig Aufwand schützen und trotzdem die Bewegung draußen genießen, so Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer GEK. Da schweißnasse Haut empfindlicher als trockene ist, kommt es schnell zu sogenannten 'Trainings-Sonnenbränden' kommen", erklärt sie. Typisch sind der  Sonnenbrand der Radfahrer mit roter Haut an Armoberseiten und Handrücken, Knien und Waden oder bei Tennisspielern die "weißen Socken".

Die Haut warnt nicht bei zu viel Sonneneinstrahlung

Unsere Haut hat Temperaturfühler, aber keinen Sensor für UV-Licht, deshalb spüren wir zu starke UV-Strahlung nicht und reagieren oft erst, wenn die Haut schon brennt. Folgen eines Sonnenbrandes sind vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs noch Jahre später.

Tipp: Wer sich regelmäßig der Sonneneinstrahlung aussetzt, sollten zur Prävention von Hautkrebs regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 haben alle 2 Jahre Anspruch (§§ 28 bis 36 Krebsfrüherkennungsrichtlinie).

Zur Prime-Time die Sonne meiden

Die Expertin empfiehlt deshalb, die intensivste Strahlung des Tages zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden. "Wer seine Runden am Abend oder am Morgen dreht, braucht sich um UV-Schutz keine großen Gedanken machen", so Petzold. Joggern, Walkern und Wanderern rät sie, eine zumindest teilweise schattige Strecke durch Parks und Wälder zu wählen. Das gilt besonders für Menschen mit sehr heller Haut oder vielen Pigmentmalen.

UV-Schutz rechtzeitig und mehrfach auftragen

Wie lange sich die Haut ohne Sonnencreme selbst schützen kann, hängt sowohl vom Hauttyp als auch von der Stärke der Strahlung ab. Sicher ist jedoch, dass ein hoher Lichtschutzfaktor die Haut besser vor Schäden bewahrt. "Beim Sport werden UV-Schutzmittel durch Schweiß schnell verdünnt und wirken dann nicht mehr gut", erklärt die Dermatologin. Deshalb sollte man die Mittel gut einziehen lassen, bevor es losgeht.

Ebenfalls ist es empfehlenswert, öfter mal nach zu cremen. "Zwar verlängert wiederholtes Auftragen die Schutzzeit nicht, allerdings sorgt es dafür, dass der angegebene Lichtschutzfaktor seine Wirkung tatsächlich entfalten kann", stellt sie klar.

Kleidung schützt vor Sonnenstrahlung

Wie eine Art 2. Haut bietet auch entsprechende Kleidung Schutz. "Dunkle Stoffe halten Strahlung besser ab als helle", so Petzold. Liegen Hose oder Shirt so eng an, dass sie sich dehnen, kann das UV-Licht leichter durchdringen. Denn je dichter der Stoff gewebt ist, desto besser blockt er. Wird er nass, nimmt diese Wirkung ab.

Spezielle UV-Schutz-Textilien enthalten häufig Garne mit reflektierenden Partikeln, wie sie in physikalischen UV-Schutzmitteln vorkommen. Als verlässlichstes Siegel gerade für Sportbekleidung gilt der "UV-Standard 801": Diese Textilien sind auch gedehnt oder in nassem Zustand besonders UV-dicht.

Schlagworte zum Thema:  UV-Strahlung

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