12.08.2013 | Gesundheitstipp

Burnout vorbeugen durch feste Auszeiten im Job

Auch im Urlaub wollen viele per E-Mail und Handy erreichbar sein
Bild: Haufe Online Redaktion

Rund um die Uhr erreichbar sein? Für viele bereits selbstverständlich. Eine steigende Zahl von Arbeitnehmern meint, dass sie für den Chef permanent per E-Mail oder Handy verfügbar sein muss. Doch fehlende Auszeiten machen auf Dauer krank, der Burnout ist vorprogrammiert.

Für viele Arbeitnehmer klingt das nach einem Alptraum: Rund um die Uhr erreichbar zu sein. Trotzdem checken sie spätabends, an Wochenenden oder sogar im Urlaub ihr E-Mail-Postfach.

Aber: Auf Dauer ist es nicht gesund, Beruf und Freizeit zu vermischen. Wer auch in der Freizeit ständig mit dem Kopf bei der Arbeit ist, fühlt sich irgendwann ausgebrannt. Schlimmstenfalls droht ein Burnout.

E-Mail- und Handyzeiten ankündigen

Gut zum Schutz der der Freizeit ist es, mit Vorgesetzten und Mitarbeitern Zeiten der Erreichbarkeit klar abzusprechen: "Ich bin in einer Zeit X erreichbar, in Zeit Y ist das Diensthandy aus, meine E-Mails rufe ich am Tag Z ab." Solche klaren Vereinbarungen können auch helfen, einer E-Mail-Flut nach dem Urlaub vorzubeugen (s. News v. 5.8.2013). Das rät Prof. Thomas Kraus von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin.

Burnout vorbeugen - Freitzeit aktiv gestalten
Um berufliche bedingten psychischen Problemen vorzubeugen, kann außerdem eine aktive Freizeitgestaltung helfen. Statt abends nur erschöpft auf die Couch zu fallen und zum Feierabendbier zu greifen, sei es besser bewusst zu entspannen, zu musizieren oder Sport zu treiben, sagt Kraus.

Burnout - die Warnzeichen erkennen

Haben Berufstätige das Gefühl, ihren Job nicht mehr bewältigen zu können oder dem Zeitdruck nicht gewachsen zu sein, seien dies erste Anzeichen für einen Burnout oder ein Erschöpfungssyndrom. Auch ein häufiger Alkohol- oder Medikamentenkonsum sei ein Warnzeichen.

Betriebsarzt ist erster Ansprechpartner

Arbeitnehmer, die sich häufig erschöpft fühlen, wenden sich am besten an den Betriebsarzt. Er ist ein kompetenter Ansprechpartner und kann Gegenmaßnahmen bis hin zu einem Reha-Aufenthalt empfehlen (s. News v. 31.5.2013). Erkennen Vorgesetzte erste Warnzeichen für einen Burnout, sollten sie das Gespräch mit dem Arbeitnehmer suchen und unterstützend eingreifen.

Schlagworte zum Thema:  Prävention, Betriebsarzt, Burn-out-Syndrom

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