17.08.2012 | Förderung Kita

Einigung bei Verteilung der Kita-Gelder

Die Gelder für den Ausbau weiterer Kita-Plätze sind verteilt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bund und Länder haben sich nach längerem Streit auf eine Verteilung der Gelder für den Kita-Ausbau geeinigt.

Fördermittel, die innerhalb einer bestimmten Zeit nicht verplant oder bewilligt werden, sollen an solche Länder verteilt werden, die dafür zusätzlichen Bedarf hätten. Dies teilte das Bundesfamilienministerium am 16.8.2012 in Berlin mit.

Streit über Verteilung beigelegt

Der Bund hatte den Ländern 580,5 Mio. EUR zugesagt, um 30.000 zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Mit der Vereinbarung werde nun sichergestellt, dass die Bundesgelder wirklich bedarfsgerecht für zusätzliche Betreuungsplätze eingesetzt würden, sagte Familien-Staatssekretär Lutz Stroppe nach dem Treffen mit seinen Länderkollegen in Berlin.

Mehrere SPD-Länder hatten die Ankündigung von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert, die zusätzlichen Gelder vor allem an Länder mit großem Nachholbedarf zu verteilen. Sie sahen darin einen Verstoß gegen ursprüngliche Verabredungen.

Bedarfsgerechter Ausbau kommt bis 2013

Derzeit wird von einem Bedarf von 780.000 Kita-Plätzen ausgegangen. Knapp ein Jahr vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs für unter Dreijährige fehlen nach Angaben der Kommunen bundesweit weiter über 150.000 Plätze.

Stroppe zeigte sich im Anschluss an die Verhandlungen erleichtert und zufrieden: "Mit dieser Verständigung bekräftigen der Bund und die Länder ihre Überzeugung, dass der bedarfsgerechte Kita-Ausbau bis 2013 gelingen kann."

Schlagworte zum Thema:  Kindertagesstätte, Kinderbetreuung, Betreuungsplätze

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